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Grundschulkinder sammelten für Haiti

916,54 Euro an die Haiti-Kinderhilfe e.V. gespendet - Grundschulkinder der Grundschule Beckingen sammelten für die Erdbebenopfer in Haiti. Schulleiter Martin Breinig hat die stattliche Summe kürzlich an die Haiti-Kinderhilfe e.V. übergeben.

Grundschulkinder sammelten für Haiti

Schulleiter Martin Breinig und von jeder der acht Gundschulklassen stellvertretend zwei Grundschüler präsentieren das Ergebnis ihrer Sammelaktion für Haiti. 916,54 Euro kamen dabei zusammen.

Am 12. Januar diesen Jahres wurde Haiti von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 7.0 erschüttert. Schon bald war klar, dass jedes zweite Gebäude in der Hauptstadt Port-au-Prince zerstört war. Das Epizentrum hatte in Carrefour, einer Vorstadt von Port-au-Prince gelegen, nur 15 Kilometer unter der Erdoberfläche. Neben Carrefour waren auch die Städte auf der südwestlichen Landzunge, Jacmel, Petit und Grand Goaves sowie Léogame. weitgehend zerstört. 3,5 Millionen Menschen ohne Obdach, über 150000 Tote, waren die ersten Hochrechnungen. Den Menschen fehlte es an allem, an Nahrung, Trinkwasser und medizinischer Vorsorgung. Aus aller Welt lief die Soforthilfe für Haiti, das ohnehin als das ärmste Land der westlichen Hemisphäre gilt, an. Auch die Kinder der Grundschule Beckingen erfuhren in den Kindernachrichten und anderen Medien über die Notlage der dort lebenden Menschen. Aus diesem Grund hatten zunächst einige Kinder der Klasse 1.1 die Idee, auch einen kleinen Beitrag zu Spenden um so vor allem den notleidenden Kindern auf Haiti zu helfen. Davon waren auch alle anderen Kinder der Grundschule Beckingen begeistert und gemeinsam mit Eltern und Großeltern wurden Geldbeträge gesammelt. Die Kinder aller acht Grundschulklassen machten mit, spendeten ihr Taschengeld und mobilisierten Eltern und Großeltern. Die Spenden wurden von den Klassenlehrern eingesammelt. Am Ende waren es 916,54 Euro, die Schulleiter Martin Breinig an die Hilfsorganisation Haiti-Kinderhilfe e.V. weiterleiten konnte. Den Kontakt zu dieser Hilfsorganisation, dies schon seit 1993 langfristig Projekte in Haiti betreut, kam über die Schulelternsprecherin Anja Klapperich zustande. Die Haiti-Kinderhilfe wurde als gemeinnütziger Verein 1993 von Adoptivfamilien mit Kindern aus Haiti gegründet und finanziert diverse Projekte, die die Lebenssituation von Kindern in Haiti verbessern. So finanzierte die Haiti-Kinderhilfe etwa den Ausbau eines Waisenhauses des Mutter-Teresa-Ordens in Hinche. In San Marc baute der Verein eine Schule für 700 Kinder aus Armenvierteln aus. Eine von US-Ärzten unterstütze Klinik in Pont Sondé wurde von der Haiti-Kinderhilfe um eine Dentalstation erweitert. Am Rand von Cité Soleil, dem größten Slum der Hauptstadt Port-au-Prince, hat der Verein eine gynäkologische Klinik gebaut und mit medizinischem Gerät ausgestattet. Im ganzen Land wurden Schulen mit Tausenden Gedecken ausgerüstet, damit sich die Kinder bei der Schulspeisung nicht länger aus einem Topf essend mit Typus, Hepatitis und anderen Infektionskrankheiten immer wieder gegenseitig anstecken. Seit Jahren verteilt die Organisation zu Weihnachten Lebensmittelpakete an Slumbewohner.

Schon kurz nach der Erdbebenkatastrophe arbeitete die Haiti-Kinderhilfe bereits an verschiedenen Plänen, um den Wiederaufbau nach Abzug der Nothelfer voranzutreiben. „In einigen Wochen werden wir erfahren, was mit unserer Spende gemacht wurde“, erklärte Schulrektor Martin Breinig, Die Kinder haben bei der Aktion viel über Haiti und die Lebensbedingungen vor allem der Kinder dort erfahren. „Das ist ein gutes Gefühl, wenn man anderen Kindern helfen kann“, meinten sie.