Artikelaktionen

Wir im Verein - Großer Einsatz für kleine Tiere

Autofahrer aufgepasst – die Kröten gehen wieder auf Wanderschaft - Kaum steigen die Temperaturen, da sind sie schon wieder auf Wanderschaft, hunderte von Kröten, die jedes Jahr zum Laichen ihre gewohnten Gewässer aufsuchen und dabei gefährliche Wege gehen. Viele werden so beim Überqueren von Straßen leider platt gefahren. Um dies zu verhindern, leisten ehrenamtliche Helfer allerorts, so auch Wolfgang Loos, Siegfried Müller und Rudolf Kockler vom Vogelschutz- und Zuchtverein Beckingen einen großen Einsatz für die kleinen Tiere.

Wir im Verein - Großer Einsatz für kleine Tiere

Rudolf Kocker. Wolfgang Loos und Siegfried Müller beim Aufstellen des Krötenzaunes in der Beckinger Waldstraße, Ortsausgang Richtung Düppenweiler.

In der Waldstraße, Ortsausgang Beckingen Richtung Düppenweiler, montierten sie einen etwa 250 m langen Krötenzaun. „Denn von dieser Seite aus wandern die Kröten, sobald die Temperaturen nachts zwischen vier und sechs Grad und tagsüber zwischen zehn und zwölf Grad liegen, Richtung Haustadter Weiher“ erklärt Rudolf Kockler. „Damit sie beim Überqueren der Straße nicht überfahren werden, werden hinter dem Zaun im Abstand von sechs bis sieben Metern Eimer im Boden versenkt, um die Kröten aufzufangen“, so Kockler. Die Kröten fallen bei der Suche nach einem Durchgang in die Eimer und sitzen erst mal fest im „Krötentaxi“, Denn am nächsten Morgen kommen hilfsbereite Menschen und bringen die Eimer samt ihrem krabbelnden Inhalt über die Straße zum Ziel ihrer Wanderschaft, dem Haustadter Weiher. Je nach Witterung dauert die Krötenwanderschaft etwa vier Wochen. Da die Kröten am liebsten abends wandern, sollten Autofahrer an Stellen, an denen sie die Krötenzäune sehen, langsam fahren. Auf die Geschwindigkeitsreduzierung weisen auch entsprechende Verkehrsschilder der Ortspolizeibehörde hin. Die Gemeinde Beckingen unterstützt den Bau der Krötenzäune, die in der Gemeinde auch an vielen anderen Orten aufgestellt werden.

Der Vogelschutz- und Zuchtverein hat natürlich nicht nur die Kröten im Visier. So wurden den ganzen langen Winter über die heimischen Vögel, die hier überwintern, gefüttert. Ob Buchfinken, Grünfinken, Meisen, Goldammer, Amseln und viele andere, ihnen wurde mit der Winterfütterung im Beckinger Wald der harte Winter leichter gemacht. „Rund 5 Zentner Futter haben wir verwendet“, erklärt Kockler. Oft warteten schon über 150 Vögel an den Futterstellen, wenn die Vereinmitglieder mit dem Futter im Wald anrückten.