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Pastor-Leidinger-Kapelle erstrahlt in neuem Glanz

Das Gewölbe der Kapelle wurde umfangreich restauriert - Die 1863 auf dem Friedhof in Beckingen errichtete Pastor-Leidinger-Kapelle wurde in den letzten Wochen von Lucia Ress-Bürklein und Martina Plenz-Günster umfangreich restauriert.

Pastor-Leidinger-Kapelle erstrahlt in neuem Glanz

Die beiden Restauratorinnen Lucia Ress-Bürklein (links) und Martina Plenz-Günster (rechts) bei den letzten Arbeiten. Mit auf dem Bild ist Pfarrer Christoph Eckert.

Die Kapelle ist ernannt nach dem gebürtigen Morscholzer und Erbauer der neuen Pfarrkirche „St. Johannes und Paulus“, Pastor Franz-Xaver Leidinger (1810 – 1890). Er hatte von 1837 bis zu seinem Tode als Pfarrer in Beckingen gewirkt. Pastor Leidinger ließ die Kaplle 1863 aus Anlass des Todes seiner Mutter erbauen. In der Kapelle ist Pastor Leidinger neben seiner Mutter Katharina beigesetzt.
Die beiden Restauratorinnen versetzten das Gewölbe der Pastor-Leidinger-Kapelle wieder in einen ordentlichen Zustand.. So wurde die Malerei im Inneren des Gewölbes befestigt, da sie sich durch die Feuchtigkeit vom Untergrund abgehoben hatte. „Die losen Stellen wurden gefestigt und was schon weg war, wurde ergänzt“, erkärt Lucia Ress-Bürklein die Vorgehensweise. Auch die Farbigkeit, vom Sonnenlicht verblasst, wurde aufgefrischt. Unterhalb des Bereiches der Malerei wurden an den Kacheln dagegen Farbschichten abgenommen, so dass die alten Kacheln jetzt wieder sichtbar sind. Auch die Figuren in der Kapelle waren durch die Witterung beschädigt. „Wir konnten Abplatzungen feststellen und auch die Farbe war partiell stark durch die Sonne ausgeblichen“, so Martina Plenz-Günster. Die Farbe wurde retouchiert und die Goldkanten partiell mit Blattgold erneuert. Den Holzbalken, auf dem sich der Corpus Christi befindet, wurde von Hermann Müller aus Beckingen aufgefrischt. „Außerdem haben wir ganz oben rechts einen Restbefund einer früheren Malerei freigelegt“, so Ress-Bürklein und Plenz-Günster. „Das Sichtfenster soll zeigen, dass da vorher noch etwas drunter war“. Dreieinhalb Wochen haben die beiden Restauratorinnen in mühevoller Kleinarbeit das Gewölbe der Kapelle auf Hochglanz gebracht. Vom Ergebnis des Ganzen überzeugte sich auch Pfarrer Christopf Eckert, der einen prüfenden Blick auf die letzten Arbeiten warf. „Jetzt warten die beiden Grabplatten des Pfarrers und seiner Mutter darauf, gereinigt zu werden und auch der stark beschädigte Altar sollte überarbeitet werden“, so Pfarrer Christoph Eckert. „Ich finde es schön, dass die Kapelle im Pfarrer-Leidinger-Jubiläumsjahr, es ist der 200. Geburtsjahr und das 110. Todesjahr, wieder in neuem Glanz erstrahlt“, erklärt er und dankt der Zivilgemeinde, die Auftraggeber war.
Die Kapelle war 1963 zum 100-jährigen Jubiläum der Pfarrkirche schon einmal durch die Gemeinde Beckingen restauriert worden. Die Außenwände der Kapelle wurden aber durch Bodenfeuchtigkeit sehr in Mitleidenschaft gezogen, so dass eine Trockenlegung erforderlich wurde. Diese erfolgte Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts, ebenfalls durch die Gemeinde Beckingen. Später machten das Gewölbe und die rechte Außenwand mit seinem schlechten Zustand auf sich aufmerksam. Werner Grün und Horst Kind, beide Stuckateure und die beiden Maler Robert Mittermüller und Michael Brunner zeigten Bürgersinn und machten sich 2007/2008 mit ihrem Können und Werkzeug an die Arbeit. Sie verputzen und restaurierten das Gewölbe und die Außenwände neu, und zwar unentgeltlich. Hermann Müller reinigte, schleifte und brachte neue Farbe auf das Kreuz.
Mit dem dreieinhalbwöchigen Einsatz der beiden Restauratorinnen sind nun auch die Restaurierung der Innenausmalung des Gewölbes und der Figuren erledigt.
 
maler.jpgMichael Brunner (links)und Robert Mittermüller (rechts) bei ihrem Einsatz vor einigen Jahren
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Die beiden Stuckateure Werner Grün (links) und Horst Kind (rechts auf der Leiter) bei ihrer Arbeit vor einigen Jahren.