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Engagement im Heimbeirat

Die Heimbeiräte in Alten- und Pflegeheimen vertreten die Interessen der Heimbewohner und sollen zwischen Heimleitung und Bewohnerschaft vermitteln.

„Die Einrichtung eines Heimbeirates ist nach dem Heimgesetz vorgeschrieben und richtet sich nach der Größe des Hauses“, erklärt Edith Friedrich, die mit ihrem Ehemann Siegfried Friedrich Mitgesellschafterin in der Seniorenbetreuung Haus Blandine in Düppenweiler ist. Auch muss nach dem Gesetz die Heimleitung den Heimbeirat vor einer Entscheidung in bestimmten Fragen anhören und sich mit seiner Meinung auseinandersetzen. So hat er ein Mitsprachrecht in Personalfragen oder bei der Änderung von Heimentgelten. Der Heimbeirat ist der Gesprächspartner der Bewohnerinnen und Bewohner von Altenwohn- und Pflegeheimen nach innen und ihr Sprachrohr nach außen.

 

Außerdem steht der Heimbeirat im ständigen Kontakt mit der Heimaufsichtsbehörde und achtet auf die Einhaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen. „Oft ist der Heimbeirat auch vermittelnd tätig, wenn Dinge nicht direkt an die Heimleitung herangetragen werden“, so Edith Friedrich. Im Haus Blandine fanden kürzlich für diese ehrenamtliche Tätigkeit Neuwahlen statt. „Der Größe unseres Hauses entsprechend besteht unser Heimbeirat aus fünf Personen, wobei drei Personen Heimbewohner sind. Ein Ortsansässiger und eine Angestellte des Hauses Blandine gehören ebenfalls dazu“, so Edith Friedrich. Im neu gewählten Heimbeirat sind ehrenamtlich tätig: Heimbewohnerin Luzia Meyhöfer (Vorsitzende), Heimbewohner Friedrich Öttershagen, Heimbewohnerin Agnes Lehnen, Viola Mathey, Angestellte des Hauses sowie Heinz Günther Ladwein als Ortsansässiger des Gemeindebezirkes Düppenweiler.

 

Zu einem lockeren Gedankenaustausch zwischen Heimleitung, Heimbeirat, den Mitgliedern des Ortsrates von Düppenweiler, Bürgermeister Erhard Seger und Ortsvorsteher Thomas Ackermann hatte der Heimbeirat eingeladen, um das Haus und den neu gewählten Heimbeirat vorzustellen, über die allgemeine Situation des Hauses Blandine in Düppenweiler und in der Gemeinde zu diskutieren und eine stärkere Integration des Hauses in das Ortsgeschehen und Gemeindeleben anzuregen. So hilft der Heimbeirat auch mit bei der Organisation von Festen und Feierlichkeiten und organisiert sie auch zum Teil selbst, wobei die Öffentlichkeit immer gerne gesehen und eingeladen wird. „Wichtig ist, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenbetreuung daran interessiert sind, dass ihr Haus im Ort und in der Gemeinde verankert ist“, machte Bürgermeister Seger im Verlauf des Gedankenaustausches deutlich. Edith Friedrich betonte: „Wir wollen nicht als Altenheim neben der Dorfgemeinschaft stehen, sondern integriert sein.“ Seger wies darauf hin, dass das Projekt Haus Blandine auch sein Projekt ist. „Ich habe über 12 Jahre lang an dieser Idee und an der Entstehungsphase mitgearbeitet und bin stolz, dass das Haus einen guten Ruf hat. Viele Einheimische können hier untergebracht werden und viele Arbeitsplätze, besonders für Frauen, sind entstanden.“ Ortsvorsteher Thomas Ackermann, an einer verstärkten Zusammenarbeit ebenfalls interessiert, sagte zu, auch mal eine Ortsratssitzung im Haus Blandine durchzuführen, damit die Bewohner mehr an Politik und Gesellschaft teilnehmen könnten. Alle vier bis sechs Wochen finden Sitzungen des Heimbeirates statt, zu der die Heimleitung eingeladen werden kann. Das Haus mit seiner familiären Atmosphäre ist gut ausgelastet. Von insgesamt 65 vollstationären Plätzen sind 63 belegt. Bei den vier Kurzzeitplätzen ist lediglich ein Platz frei, wobei hier eine hohe Fluktuation zu verzeichnen ist. 85 Arbeitsplätze, davon viele für Frauen überwiegend aus dem nahen Einzugsbereich, haben hier einen Arbeitsplatz gefunden.