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Kulturstiftung Beckingen

Die Stiftung „Kulturbesitz der Gemeinde Beckingen“

Der   Gemeinderat   Beckingen   hat   mit  Beschluss  vom  2. März 2005 die Stiftung „Kulturbesitz der Gemeinde Beckingen“ errichtet. Die Anerkennung durch das Ministerium für Inneres, Familie, Frauen und Sport als Stiftungsbehörde erfolgte am 6. April 2005.


Organe der Stiftung sind das Kuratorium und der Vorstand. Das Kuratorium besteht aus 11 Mitgliedern, davon werden 10 vom Gemeinderat bestellt und abberufen. Der/die jeweilige Bürgermeister/in der Gemeinde Beckingen ist geborenes Mitglied des Kuratoriums und führt den Vorsitz. Dem Kuratorium gehören außerdem Ulrich André, Günther Britz, Gérard Carau, Walter Ewen, Gerd Lorang, Norbert Pitzius, Werner Reinert, Manfred Schneider, Joachim Gratz und Peter Ziemann an.

Die Stiftung wird durch den Vorstand gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Der Vorstand leitet die Stiftungsverwaltung, bereitet die Beschlüsse des Kuratoriums vor und führt sie aus. Für die Erledigung der Geschäfte der laufenden Verwaltung bedient er sich der Gemeindeverwaltung. Er besteht aus drei Personen, dem Vorsitzenden und zwei Stellvertretern. Zwei seiner Mitglieder müssen dem Gemeinderat angehören. Das Amt des Vorsitzenden bekleidet Axel Jungmann, seine Stellvertreter sind Rainer Anton und Karl-Rudi Wilhelm.

Die Aufgaben der Stiftung „Kulturbesitz der Gemeinde Beckingen“ bestehen zum einen darin, kulturhistorisch erhaltenswerte bewegliche oder unbewegliche Sachen im Bereich der Gemeinde Beckingen im Rahmen der Möglichkeiten des Stiftungsvermögens zu sammeln und in das Vermögen der Stiftung zu überführen, um sie vor Verlust oder Zerstörung zu bewahren und sie einer interessierten Öffentlichkeit und der wissenschaftlichen Bearbeitung zugänglich zu machen. Für den Aufbau einer gemeindlichen Sammlung stehen der Stiftung Räumlichkeiten in der ehemaligen Schule in Honzrath zur Verfügung.

Aufgabe der Stiftung ist es aber auch, im Rahmen besonderer Projekte die kulturelle Identität in der Gemeinde Beckingen zu fördern und Kunstwerke, die für die Gemeinde Beckingen von besonderem Interesse sind, zu erwerben.

Die Stiftung hat mittlerweile 3 größere Projekte verwirklicht.

1. Eine Ausstellung über die Deutschherren in Beckingen im renovierten Rathaus

                     

Der Deutsche Orden unterhielt rd. 500 Jahre lang in Beckingen eine Kommende, wobei der Komtur von Beckingen lange Zeit gleichzeitig auch das Amt des Landkomturs der Deutschordensballei Lothringen bekleidete.

            

Zehntentor

2. Neun Skulpturen namhafter Künstler haben ihren Standort im "Beckinger Saargarten“ gefunden.

 Am Eingang zum Saargarten befindet sich die Skulptur

Dreiländereck

des Lothringer Künstlers Toun aus Waldwisse.

Diese etwa zwei Meter hohe Skulptur besitzt eine unterschiedliche Dreiteilung auf der Vorder- und Rückseite. Als Werkstoff findet gelber Standstein aus Frankreich Verwendung. Der Dreigeteilte Kreis auf der Vorderseite ist aus Sandstein aus dem Saarland gefertigt.

Vertrauliches Gespräch

von Hubertus Jacobs aus Rehlingen-Siersburg

Bei der Skulptur „Vertrauliches Gespräch“ handelt es sich um ein Pop-Art-Objekt von altbekannten Gegenständen, in diesem Fall von in der Landwirtschaft und im Gartenbau benutzen Hacken. Als Werkstoff diente Stahl bzw. Stahlblech. Die Flächen sind in 5 mm Stahlblech gearbeitet, die Schäfte geschmiedet. Die Maße der Skulptur betragen in der Höhe 250 cm, in der Länge 140 cm und in der Breite 80 cm.

Evolution

von Joan Thimmel aus Perl-Borg

Bei der  „Evolution“ liegt die Vorstellung zugrunde, dass es in der Welt viel Eckiges gibt. Durch Wasser, als Synonym für Entwicklung verstanden, wird aus eckig rund. Von daher ist diese Skulptur auf der einen Seite eckig, pyramidenförmig, auf der anderen Seite rund, zur Mitte kommend. Als Werkstoff der 1,80 m hohen und 3,00 m breiten Skulptur findet Sandstein aus Udelfangen bei Trier Verwendung.



Kommunikation

des Beckinger Künstlers Killguss

Die Skulptur „Kommunikation“ soll suchende, neugierige, fragende, sich informierende und kommunizierende Menschen darstellen. Sie besteht aus sieben, etwa 300 cm hohen Elementen aus Stahl. Eines dieser Elemente ist koloriert. Auf den Stahlkörpern sind weitere symbolhafte Elemente, quasi „Antennen“, aufgebracht.

Verschiedene Meinungen

von Joan Thimmel aus Perl-Borg

Die Skulptur „Verschiedene Meinungen“ ist in einem Stück aus Sandstein aus Udelfangen bei Trier gefertigt. Die Maße betragen in der Höhe 2,00 m, in der Breite etwa 1,00 m und in der Tiefe etwa 0.60 m.

Sonne

von Harald Simon aus Merzig-Besseringen

Bei der Skulptur „Sonne“ fand chinesischer  Sandstein als Werkstoff  Verwendung. Zur Darstellung der Sonne verwendet der Künstler etwa 1cm starkes, gelbes und rötliches Glas. Die Maße betragen in der Höhe 2,00 m, in der Breite 0,90 m und in der Tiefe etwa 16 – 17 cm.

Skulptura 2008

 Der über zwei Meter hohe und dreieinhalb Tonnen schwere Udelfanger Sandstein fand am Eingangsbereich des SaarGartens Aufstellung. Er bringt das der „Skulptura“ zugrunde liegende, von Helmut Kopp formulierte Verständnis von Kunst zum Ausdruck: „Kunst hilft, Kunst lehrt, Kunst ist … sehen, hören, fühlen, spüren, schmecken, riechen.“ Joan Thimmel aus Perl hatte den gewaltigen Stein ausgewählt, der Lothringer Toun aus Waldwisse meißelte die Schrift hinein und Andres Medl aus der Eifel gestaltete drei Steinscheiben in Rot, Blau und Gelb als farbliche Symbole für die wichtigsten Materialien in der Bildhauerei: Stein, Eisen und Holz.

Stille

von Werner Bitzigeio aus Winterspelt / Eifel 

Für diese Stahlkugel hat der Künstler bis zu 300 Stahlstäbe von 30 bis 120 cm Länge zusammengeschweißt. Das Gewicht der Kugel beträgt zwei Tonnen, ihr Durchmesser 2,50 m. „Vom Chaos der kleinen Einzelteile zu einem großen Ganzen, das in eine absolute empirisch konkrete Form eingebunden ist“, will der Künstler seine Skulptur verstanden wissen.

Installation

von Doina Tatoli aus Rumänien

Die bunten Seile der 21 x 21 m großen Installation der rumänischen Künstlerin lassen dieses Gebilde aussehen wie die schillernden Flügel einer Riesenlibelle. Hierfür wurden Metallmasten von 3 – 9 m Höhe in der Erde verankert, an denen die Künstlerin die Schnüre befestigt hat. Durch dieses Werk werden die Besucher bereits von weither auf den „SaarGarten – Skulpturenpark“ aufmerksam macht.

Die Realisierung des Projektes wurde nicht zuletzt durch Sponsoren sichergestellt.

3. Bei der "Skulptura 2008 Beckingen" haben 16 Künstler rd. 250 Skupturen im Bereich des Beckinger Bahnhofs, der ehemaligen Güterhalle und im Sägewerk Speiser den Besuchern präsentiert.

Eine ausführliche Dokumentation ist unter Skulptura 2008 eingestellt.

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