Ausstellung mit Werken von Roy Gangi
„Mein Weg“ – Vernissage am Freitag, 25. September 2009, 18.00 Uhr, im Sitzungssaal und Foyer des Beckinger Rathauses.
Roy Gangi mit einer Auswahl seiner Werke, darunter auch sein neuestes Werk "Der Blick", rechts im Bild.
BECKINGEN (pp): „Mein Weg“, so heißt die inzwischen vierte Ausstellung im Sitzungssaal und Foyer des Beckinger Rathauses, diesmal mit Werken des Beckinger Malers und Bildhauers Roy Gangi. Gangi stammt aus S. Caterina in Sizilien. Er besuchte die Kunstschule in San Cataldo /Caltanissetta und war von Kindheit an an Kunst und Malerei interessiert. „Ich machte zwar erste Erfahrungen mit anderen Kunstrichtungen, habe mich dann aber in Richtung Surrealismus entwickelt“, erklärt Gangi, der seit über 17 Jahren in Beckingen lebt. Malen, das ist für Roy Gangi mehr als ein Komponieren mit Farben. Malerei begreift Gangi als dynamische Kraft der Intuition und Inspiration, denn seine Malerei entsteht nicht nach einem vorbereiteten Konzept und bedarf auch nicht eines geistigen Kalküls als Komposition. Sie entsteht vielmehr unmittelbar auf dem Bildträger, wo das zuvor Undefinierbare, Form annimmt. Warum entschied Gangi sich für den Surrealismus, dessen wohl bekanntester Vertreter Salvatore Dali ist? Gangis Bilder sind Kompositionen aus dem Inneren, angedeutete Ahnungen. „In der Richtung Surrealismus bin ich, wenn ich mit meinen Bildern etwas ausdrücken will, nicht an Regeln gebunden. Ich habe viel mehr Ausdrucksmöglichkeiten“, erklärt er. Dali ist zwar mein großes Vorbild, aber ich habe eine enorme Entwicklung gemacht und dabei einen ganz eigenen Stil entwickelt“, so Gangi. Man muss die Bilder von Gangi schon genau ansehen, es gibt viele Details zu entdecken um die phantastischen Welten und den Blick hinter die Dinge zu verstehen. Unter anderem wird auch Gangis neuestes Werk zu sehen sein. „Es heißt ‚Der Blick’, ein großes Werk, in Grün gehalten und steht für den ‚Blick des Künstlers’, der sieht, was andere nicht sehen und es in seinen Werken zeigt“, so erklärt Gangi seine Kunst. Zu sehen sind aber nicht nur verschiedenen Bilder darunter „Der Tropfen“, „Die Insel“, „Der Weg“, „Die Geburt“, „Die Züchtung“ oder „Die Wartende II“, sondern auch einige Skulpturen aus Holz wie „Der Affenbaum“ oder „Der Reiter“ und kleinere Skulpturen aus Speckstein. Auch hier gilt es, in die surrealistische Welt einzutauchen, Phantastisches und Phantasie sprechen zu lassen.
Das bevorzugte Thema des Gesamtwerkes von Roy Gangi sind figurale Kompositionen, in denen er sich mit all den unterschiedlichen Belangen des menschlichen Lebens auseinandersetzt. Die Auseinandersetzung mit der Technik des Malens in Öl auf Leinwand, die Ausarbeitung von Themen und Ideen und deren Umsetzung, sowie das Eintauchen in phantastische Welten, auch bezugnehmend auf aktuelle Themen, das sind Motive, aus denen Roy Gangi Bilder entstehen lässt.
Das Unwahrscheinliche, das Phantastische, das Fremdartige wird in den Werken von Roy Gangi unter dem Aspekt der Wahrscheinlichkeit dargestellt. Auffällig in seinen Werken ist das Helldunkel im Bild, die Überlängerung der Figuren, die halbrealen Landschaften. Sie verleihen den Werken einen komplexen Charakter. Dabei wirken Gangis Bilder immer sehr farbinstensiv, aber niemals bunt. Die Farben geben unterschiedliche Stimmungen wieder, je nachdem, ob man sie mit Kälte oder Wärme assoziiert. So wundert sich der Betrachter auch nicht, wenn Figuren sich zu farblichen Kürzeln reduzieren oder sich in Farbspuren auflösen.
Eröffnet wird die Ausstellung anlässlich einer Vernissage am Freitag, 25. September 2009, 18.00 Uhr, im Sitzungssaal des Beckinger Rathauses.
Die Ausstellung ist vom 25. September bis 11. Oktober 2009 im Sitzungssaal und Foyer des Beckinger Rathauses/Deutschherrenhalle von Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 15 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.


