Sturmtief "Xynthia" fegte auch über die Gemeinde Beckingen hinweg und richtete große Schäden an
Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt. Straßen mussten gesperrt werden. Viele Dächer wurden beschädigt. In den Gemeindebezirken Oppen, Reimsbach und Haustadt fiel mehrere Stunden lang der Strom aus. Auch der Gemeindewald ist stark betroffen. Unter anderem wurde die Mosbachhütte zerstört. Die Feuerwehr aller neun Löschbezirke war mit 160 Einsatzkräften bei insgesamt 51 Einsätzen über sechs Stunden im Einsatz. Auch die Mitarbeiter des Gemeindebauhofes und des Gemeindeforstes sind bei der Schadensbeseitigung gefordert. Der Litermont-Sagenweg bleibt bis auf weiteres gesperrt und sollte nicht begangen werden.
Die Mosbachhütte, beliebter Teffpunkt für Wanderer, Jogger, Nordic Walker und Reiter, ist total zerstört worden. Sie fiel dem Sturmtief "Xynthia" zum Opfer.
Das Sturmtief "Xynthia" hat am Sonntag mit orkanartigen Böen und Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 130 km/Std. auch in der Gemeinde Beckingen kräftig gewütet und vielerorts Bäume umgerissen, Dächer beschädigt und sonstige Schäden verursacht. “Xynthia“ sorgte auch in der Gemeinde Beckingen für Dauereinsatz der Feuerwehr. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt, Straßen mussten gesperrt werden, Dächer wurden beschädigt und in den Gemeindebezirken Oppen, Reimsbach und Haustadt fiel sonntagmittags für mehrere Stunden der Strom aus.
Bereits am Samstagmittag hatte der Deutsche Wetterdienst eine Vorwarnung für das Saarland veröffentlicht, in dem Unwetter mit orkanartigen Sturmböen für Sonntag angekündigt wurden. Am Sonntagmorgen gegen 10:30 Uhr löste die Haupteinsatzzentrale die Meldeempfänger und Sirene des Löschbezirks Hargarten aus. Es ging in die Annastraße zu einem Wasserschaden. Gegen 11:45 Uhr wurden dann die Löschbezirke Beckingen, Honzrath und Saarfels wegen Unwetterschäden alarmiert. Gemeindewehrführer Uwe Schröder ließ daraufhin eine zentrale Einsatzleitung im Gerätehaus Beckingen einrichten. Von hier aus sollten, wie bereits bei dem schweren Unwetter vor drei Jahren, alle Einsätze der Gemeinde koordiniert und abgearbeitet werden.
Nach der Abarbeitung der einzelnen Einsätze rückten die Löschbezirke immer wieder in ihre Gerätehäuser ein, allerdings blieben alle Feuerwehrmänner dort in Bereitschaft und warteten auf den nächsten Auftrag. Im weiteren Tagesverlauf waren alle neun Löschbezirke der Gemeinde Beckingen per Meldeempfänger und Sirene bei insgesamt 51 Einsätzen zur Beseitigung von Unwetterschäden unterwegs. Meistens waren es umgestürzte Bäume auf Fahrbahnen, Bäume die umzustürzen drohten, Wasserschäden oder abgedeckte Dachziegel.
Die Landstraßen zwischen Düppenweiler und Honzrath sowie zwischen Beckingen und Düppenweiler mussten für den Verkehr voll gesperrt werden. Die Einsatzkräfte versuchten die Strecken von umgestürzten Bäumen zu befreien. Diese Arbeiten mussten jedoch abgebrochen werden, um die Einsatzkräfte bei den anhaltenden Sturmböen nicht zu gefährden. Die beiden Landstraßen blieben auch über Nacht weiter gesperrt und konnten erst am Montag geräumt werden. Bei zwei Einsätzen bekam die Feuerwehr der Gemeinde Beckingen nachbarliche Unterstützung durch die Drehleiter der Merziger Feuerwehr. Gegen 20:00 Uhr waren alle Beckinger Löschbezirke wieder an ihren Standorten und die zentrale Einsatzleitung für die Gemeinde Beckingen konnte Einsatzende an die Haupteinsatzzentrale melden. Insgesamt waren rund 160 Einsatzkräfte aus allen neun Löschbezirken über sechs Stunden bei insgesamt 51 Einsätzen zur Beseitigung von Unwetterschäden unterwegs.
Mosbachhütte fiel Sturmtief „Xynthia“ zum Opfer
Gemeindewald stark betroffen
Auch die Mitarbeiter des Gemeindeforstes sind derzeit im Dauereinsatz. „Der Gemeindewald gleicht vielerorts einer Trümmerlandschaft“, berichtet Revierleiter Wolfgang Müller, der mit seinen Mitarbeitern eine Bestandsaufnahme des Schadens im Gemeindewald durchführt. „1/10 des Schadensausmaßes von 1990 ist zu konstatieren“, erklärt er als er seinen Blick rund um das Gelände der Mosbachhütte, oder dem, was davon noch übrig ist, schweifen lässt. Die Mosbachhütte, beliebter Treffpunkt für Wanderer, Jogger, Nordic Walker, Radfahrer und Reiter, gehört der Vergangenheit an. Sie fiel dem Sturmtief „Xynthia“ zum Opfer. Zwei Bäume, eine Douglasie und eine Fichte, waren umgeknickt und auf das Dach der Hütte und die Sitzbänke mit Tischen direkt daneben gefallen. Die Hütte wurde durch die meterhohen schweren Bäume total zerstört. „Dabei war die Douglasie kerngesund, sogar die Wurzel hat gehalten. Der an sich gesunde Baum ist einfach umgeknickt“, erklärt Wolfgang Müller. Im Umfeld der Mosbachhütte sieht es aus wie eine Trümmerlandschaft. Zahlreiche Bäume sind umgefallen und liegen mit ihren flachen Wurzeln auf dem Boden. „Der Wald ist überall betroffen von Oppen bis Saarfels, aber es sind keine großflächigen Schäden, vielmehr sind die Bäume einzeln umgefallen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob Laubwald oder Nadelhölzer, es ist alles gefallen ohne Unterschied“, so Müller. Es ist der fünfte starke Sturm, den er miterlebt. „Rund 120 km/Stunde hält der Wald aus, alles was drüber geht, kann zu Waldschäden führen. Es wird Monate dauern, bis wir alle Schäden behoben haben“, sagt er und weist darauf hin, dass es nicht ungefährlich ist, derzeit den Wald zu betreten. Der Boden ist nass, vielerorts stehen die Bäume regelrecht im Wasser. Das flache Wurzelwerk hat so nicht viel Halt. Das sollte jedem klar sein, der den Wald betritt. Zunächst wird die Sicherheit an Gebäuden und Häusern, auf den öffentlichen Straßen und Wegen wieder hergestellt, dann folgen die Hauptabfuhrwege im Wald und dann die übrigen Wald-, Wander- und Radwege.
Dank und Anerkennung für die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr.
Das Sturmtief "Xynthia" hat am vergangenen Sonntag von den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Beckingen wieder große Einsatz- und Leistungsbereitschaft gefordert. Über viele Stunden waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt, die entstandenen Schäden zu beseitigen. Hierfür spreche ich den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr meinen aufrichtigen Dank und große Anerkennung aus.
Erhard Seger
Bürgermeister
Vorsicht beim Betreten der Wälder
Aufgrund der starken Schäden, die das Sturmtief "Xynthia" am vergangenen Sonntag in unseren Wäldern angerichtet hat, sollten Waldgebiete zurzeit nur mit äußerster Vorsicht betreten und begangen werden. Umgestürzte und in einander verkeilte Bäume stellen ebenso wie in ihrer Standfestigkeit geschädigte Bäume ein hohes Gefahrenpotenzial für Spaziergänger, Wanderer, Jogger und sonstige Waldbesucher dar.
Es wird um Verständnis dafür gebeten, dass die Kräfte von Forst und Gemeindebauhof nicht alle Schäden gleichzeitig aufarbeiten und beheben können. Vielmehr sind beim Freiräumen von umgestürzten Bäumen und geschädigten Waldflächen, auch gewisse Prioritäten zu beachten. So werden zunächst bereits umgestürzte Bäume oder Bäume, die umzustürzen drohen, an Häusern, öffentlichen Straßen und Wegen beseitigt. An zweiter Stelle in der Prioritätenliste steht das Räumen der Hauptabfuhrwege in den Wäldern. Erst dann erfolgt das Räumen der übrigen Wald- und Wanderwege.
So bleibt der Litermont-Sagenweg aus diesem Grund bis auf weiteres gesperrt und sollte nicht begangen werden.
Ich rate allen Spaziergängern, Wanderern, Joggern und sonstigen Waldbesuchern dringend an, ihren Aktivitäten nur dort nachzugehen, wo der Forst notwendige Räumarbeiten bereits durchgeführt hat. Gleichzeitig bitte ich den vorgenannten Personenkreis im eigenen Interesse beim Betreten der Wälder äußerste Vorsicht walten zu lassen und das in den Wäldern aufgrund der Sturmschäden zurzeit gegebene Gefahrenpotenzial nicht zu unterschätzen.
Erhard Seger
Bürgermeister
weitere Fotos von den Unwetterschäden:
![]() | Auf der Hilt in Düppenweiler stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus und versperrte die gesamte Fahrbahn. |
![]() | In Oppen wurde ein PKW von einem Baum in der Straße „Unter Seifen“ getroffen und stark beschädigt. |
![]() | Am Ortseingang Honzrath aus Haustadt kommend mussten Bäume mit Hilfe der Drehleiter Merzig gefällt werden, da sie umzustürzen drohten. |





