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Neues Rettungsboot für die Feuerwehr Beckingen

Am Kirmessamstag herrschte beim Löschbezirk Beckingen große Freude, denn das neue Rettungsboot wurde eingesegnet und offiziell seiner Bestimmung übergeben. Damit ist die Beckinger Wehr auch zu Wasser wieder voll einsatzfähig. Löschbezirksführer Frank Dittert konnte zur Feier viele Gäste, darunter Vertreter aus Politik und Feuerwehr, willkommen heißen.

Neues Rettungsboot für die Feuerwehr Beckingen

Einsegnung des neuen Bootes für den Löschbezirk Beckingen.

Die Grüße der Landrätin übermittelte der zweite Kreisbeigeordnete Bernd Altpeter. „Auch der Landkreis blickt heute voller Stolz auf die hiesige Feuerwehr. Ich darf ihnen versichern, dass ihre Anliegen bei den Mitgliedern des Kreistags immer ein offenes Ohr haben“, erklärte er und ging dann auf die verschiedenen Riten bei Schiffstaufen ein. „Es ist schön, wenn nach alter Tradition ein neues Boot in Betrieb genommen wird“, befand er und wünschte allzeit gute Fahrt und mehr als eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Auch der zweite Gemeindebeigeordnete Hermann Josef Lang beglückwünschte den Löschbezirk, der gemäß Bedarfsplan ein Rettungsboot  vorzuhalten habe, zu dem neuen Wasserfahrzeug, das den heutigen Anforderungen gerecht werde. „Bereits 2013 stand die Ersatzbeschaffung an, die aber aus Haushaltsgründen einvernehmlich auf 2016 verschoben wurde. Wie man sieht, hat sich das Warten gelohnt, denn es ist nun ein stabil im Wasser liegendes Mehrzweckboot mit großer Bugklappe, die vor allem dem einfacheren Bergen von Personen dient, geworden. Es vereinfacht auch das Beladen mit sperrigen Gegenständen“, betonte Lang. Wehrführer Martin Schneider ging auf die Bootsgeschichte der Wehr ein. Danach wurde aufgrund des Saarhochwassers  1970 unter dem damaligen Wehrführer Helmut Groß und Ortsbürgermeister Max Doerfert ein Schlauchboot gekauft, das bei vielen Einsätzen auf der Saar eingesetzt wurde. Als dieses 1998 defekt war. wurde  durch den Förderverein ein schon 28 Jahre altes Mehrzweckboot des THW als Ersatz beschafft. In vielen Arbeitsstunden setzten es Wehrkameraden instand und beschrifteten es unter anderem mit dem  Namen „Willi“ als Ehrerweisung an den THW-Beauftragten Willi Schreier. „Da dieses Boot nicht mehr den technischen und einsatzrelevanten Vorgaben entsprach, wurde Ende 2015 ein modernes und leistungsfähiges Rettungsboot bestellt“, erläuterte  der Wehrführer und bedankte sich bei allen, die an der Beschaffung mitgewirkt haben. So dem Kreis und der Gemeinde, die jeweils 50% der Kosten leisteten, und besonders Sachbearbeiter Christian Thul vom Landratsamt. Dank galt auch Löschbezirksführer Dittert nebst Kameraden, die sich der Zusatzaufgabe Wasserrettung stellen. „Mit dem neuen Rettungsboot hat die Gemeinde ein hoch modernes Einsatzmittel erhalten, das auch über ihre Grenzen hinaus zum Einsatz kommt“, so Schneider. „Das neue Boot ist nicht gerade eine Nussschale“, meinte Kreisbrandinspekteur Siegbert Bauer mit Blick auf dessen Größe. Es sei ideal für kleine Wasserschifffahrtstraßen wie die Saar. Er wies auch auf die zuletzt vielerorts hochwasserbedingten Personenrettungen hin. Pastor Christian Zonker erteilte dem neuen Wasserfahrzeug den Segen Gottes. Ehrenwehrführer Herbert Emmel und Ehrenlöschbezirksführer Helmut Groß tauften es dann im Gedenken an den vor einigen Jahren allzu früh verstorben Wehrkameraden Frank Friedrich mit Sekt auf den Namen „Fränky“.

 

Informationen zum Boot

Das mit einem 70 PS Außenbordmotor ausgestattete Boot wurde als Patent der Firma Cipax in Norwegen gefertigt. Der Umbau zum Rettungsboot nach DIN EN 1914 erfolgte durch den zertifizierten Generalimporteur Matschke & Müller GmbH & Co. KG in Ihlow-Riepe  (Schleswig-Holstein). Es ist auf einem passenden Transportanhänger verladen. Die Beschaffungskosten beliefen sich auf insgesamt 41.261,26 Euro.

 

 Fotos/Text; nb

Fotos

 

1)           Nach der Einsegnung des neuen Rettungsbootes stellten sich Ehrenwehrführer Herbert Emmel, Zweiter Kreisbeigeordneter Bernd Altpeter, Ehrenlöschbezirksführer Helmut Groß, Löschbezirksführer Frank Dittert, Pastor Christian Zonker, Kreisbrandinspekteur Siegbert Bauer, Wehrführer Martin Schneider und der zweite Gemeindebeigeordnete Hermann Josef Lang (von links) zum Gruppenbild.

 

      2)  Die Familie des verstorbenen Feuerwehrkameraden Frank Friedrich, nach

            dem das Boot auf  den Namen „Fränky“ getauft wurde, mit

            Löschbezirksführer Frank Dittert (links), dem zweiten Beigeordneten

             Hermann Josef Lang (rechts), Ortsvorsteher Dieter Hofmann (2.v.r.) und

             dem stellvertretenden Löschbezirksführer Kai Kallme (3.v.r.)