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Neujahrsempfang 2018 in Beckingen

Bürgermeister Collmann: „Kernort Beckingen sukzessiv stärken! - Mundartautor Gérard Carau geehrt - Zum inzwischen 19. Neujahrsempfang, der zum zweiten Mal in der Beckinger Deutschherrenhalle in gebührendem Rahmen stattfand, lud Ortsvorsteher Dieter Hofmann ein und konnte zahlreiche Bürgerinnen und Bürger des Gemeindebezirkes Beckingen, ehrenamtlich Tätige aus Vereinen und Organisationen, Gewerbetreibende und Vertreter aus Wirtschaft sowie politisch Handelnde begrüßen. Hofmann betonte, es sei gute Tradition, den Neujahrsempfang zu nutzen, um engagierten Bürgerinnen und Bürgern Dank und Anerkennung auszusprechen sowie den Dialog zwischen ehrenamtlich Tätigen in Vereinen, Gewerbetreibenden, politisch Handelnden und der Verwaltung in Gang zu halten.

Neujahrsempfang 2018 in Beckingen

Für seine besonderen Dienste um den Erhalt der moselfränkischen Mundart wurde Gérard Carau geehrt.

Besonders begrüßte Ortsvorsteher Hofmann Bürgermeister Thomas Collmann, der erstmals als Bürgermeister Gast der Veranstaltung war, sowie die Landtagsabgeordnete Dagmar-Ensch-Engel, den zweiten Gemeindebeigeordneten Hermann-Josef Lang, Pastor Wolfgang Goebel sowie den ehemaligen Bürgermeister Manfred Peter.

Ortsvorsteher Hofmann zog kurze Bilanz des vergangenen Jahres und legte sein Hauptaugenmerk dabei auf umfangreiche bauliche Maßnahmen auf dem Friedhof, Arbeiten auf dem Max-Doerfert-Platz, die Neugestaltung des Marzellusplatzes sowie zahlreiche  Pflegemaßnahmen für die öffentlichen Anlagen. So wurden auf dem Friedhof vier neue Geländer und eine Treppe neu errichtet sowie der obere Hang neu gestaltet. Es wurden zudem neue Bänke und drei Gießkannenständer aufgestellt. Der Containerstandort in der Dillingerstraße wurde zum Bauhof verlegt und der Bachlauf am Max-Doerfert-Platz mit Verbundsteinen zugemacht. Auch für das Jahr 2018 habe man sich im Ortsrat einiges vorgenommen. Lediglich der Kirmestermin sei noch unklar. Zum Abschluss dankte der Ortsvorsteher allen, die ihn im vergangenen Jahr unterstützten, insbesondere den Mitgliedern des Ortsrates sowie den Ansprechpartnern in der Verwaltung, beim Bauhof und den Vereinen.  Abschließend wünschte er allen Anwesenden ein gutes neues Jahr 2018.

Erstmals als Bürgermeister war Thomas Collmann beim Neujahrsempfang anwesend. Er hatte diesen als ehemaliger Beckinger Ortsvorsteher schon selbst durchgeführt und war auch als Gemeinderatsmitglied bei vielen Neujahrsempfängen zugegen. „Von daher weiß ich auch, welche Arbeit hinter der Organisation einer solchen Veranstaltung steckt“, erklärte Collmann und dankte dem Ortsvorsteher und seinen Mitstreitern dafür.

Bürgermeister Collmann dankte für die Einladung und nutzte die Gelegenheit zu einem Rückblick auf das vergangene Jahr sowie eine Vorschau auf 2018.

Er warf dann einen Blick auf die Gesamtgemeinde sowie die Gemeindebezirke. „Ich habe versucht dem kürzlich mit großer Mehrheit beschlossenen Doppelhaushalt meine Handschrift zu geben und die vor der Wahl ins Auge gefassten Handlungsziele, hierzu zählen die Kernthemen Familie, Gemeinschaft, Sicherheit und Leben, umzusetzen“, erklärte der Bürgermeister und wies darauf hin, dass ein Haushalt immer auch einen Kompromiss zwischen den Zielen des Bürgermeisters, den Wünschen des Gemeinderates, der Ortsvorsteher, Ortsräte und letztendlich auch dem finanziell Machbaren darstelle. Beckingen könne stolz darauf sein, zu den wenigen Kommunen im Saarland zu gehören, die noch kein Haushaltssicherungskonzept erstellen müssen. Da Beckingen aber keinen ausgeglichenen Haushalt habe, sei man von der Kommunalaufsicht zur Erhöhung von Einnahmen und gleichzeitig zur Verminderung von Ausgaben verpflichtet worden, um einem strukturellen Defizit in der laufenden Verwaltungstätigkeit generell entgegenzuwirken. In den nächsten beiden Jahren sind Investitionen in Höhe von 3,75 Millionen vorgesehen. Dies solle Schulen, Kindergärten, der kommunalen Infrastruktur wie Straßen, Wegen und Plätzen zugutekommen. Auch seien wichtige Investitionsmaßnahmen für die Feuerwehren, Vereine und Organisationen im Doppelhaushalt 2018/2019, dem die Ortsräte zustimmen und der im Gemeinderat mit großer Mehrheit verabschiedet wurde, vorgesehen. „Nach dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ wollen wir uns auch 2018 den Aufgaben stellen und versuchen, das Beste für den Gemeindebezirk Beckingen und die gesamte Gemeinde herauszuholen“, hob Collmann hervor und betonte: „Es liegt mir sehr am Herzen, den Kernort Beckingen in den nächsten Jahren sukzessive fort zu entwickeln ohne den Blick auf alle anderen Gemeindebezirke zu verlieren. Er wies hier insbesondere auf die Ortskernsanierung im Kernort Beckingen und die Sanierung des Grundschulkomplexes hin. Hier war für ihn auch die Nachmittagsbetreuung ein Thema sowie die weiteren Grundschulstandorte in Düppenweiler und Reimsbach. Dem öfters diskutierten Wegfall der Ortsräte aus Kostengründen erteilte er eine Absage, denn sie seien wichtiges Bindeglied zwischen Verwaltung und Bürgern. Auf das ehrenamtliche Engagement der Ortsratsmitglieder könne man nicht verzichten. Zum Abschluss bedankte sich Collmann bei den ehrenamtlich Tätigen in allen Institutionen für deren Engagement und wünschte allen ein gutes neues Jahr 2018.

Außerdem nutzte der neue Beckinger Pastor Wolfgang Goebel die Gelegenheit, sich den Bürgern vorzustellen. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte in diesem Jahr mit Live-Musik „Frank Morel & Band“.

 

 

Gérard Carau für seine Verdienste um die moselfränkische Mundart geehrt

 

Im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs stand die Ehrung des Mundartautors Gérard Carau, der für seine Verdiente um die moselfränkische Mundart ausgezeichnet wurde.

Die Laudation hielt Jean-Louis Kieffer aus Bouzonville auf Platt. Gérard Carau, in Creutzwald geboren und in Beckingen aufgewachsen, hat sich um den Erhalt der moselfränkischen Mundart besonders verdient gemacht. Dem Vorstand des Kulturvereins „Gau un Griis“ in Bouzonville gehört er seit 1990 an. Dieser Verein ist Herausgeber der dreisprachigen Literaturzeitschrift „Paraple“. Hier ist Carau seit 2001 verantwortlicher Redakteur. Für seine zahlreichen eigenen veröffentlichten Gedichte, Prosa und Rezensionen, wurden ihm einige saarländische Mundartpreise verliehen. Mit Beiträgen in der SZ und auch Rundfunkauftritten beim SR3 machte er auf die moselfränkische Mundart aufmerksam. Seit 2003 ist er Mitglied der „Bosener Gruppe“, einem Kultur-Kolloquium, das sich mit der mosel- und rheinfränkischen Mundart beschäftigt. Außerdem arbeitet Carau an Anthologien verschiedener Verlage mit und ist zudem auch politisch aktiv als Vorsitzender der „Ökologischen Bürgerliste Beckingen“ mit dem Schwerpunktthema Umweltschutz.

Gérard Carau war die Freude über die ihm zuteil gewordene Auszeichnung sichtlich anzumerken. Er bedankte sich dafür und drückte seinen Wunsch aus, zukünftig regelmäßig mundartliche Beiträge im Beckinger Amtsblatt veröffentlichen zu dürfen.

 

Foto:

 

Für seine besonderen Dienste um den Erhalt der moselfränkischen Mundart wurde Gérard Carau (3.v.l.) beim Neujahrsempfang in Beckingen geehrt. Die Laudation hielt Jean-Louis Kieffer (1.v.l.). Mit auf dem Foto sind die Ehegattin Hedi Carau (2.v.l.) sowie Ortvorsteher Dieter Hofmann, der stellvertretende Ortsvorsteher Elmar Seiwert sowie Bürgermeister Thomas Collmann.

 

Foto/Text. Gemeinde Beckingen