Junge Volleyballer aus Düppenweiler von Landrätin geehrt

Für ihre aktuellen sportlichen Erfolge wurden vier junge Volleyballspieler des TV Düppenweiler von Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich geehrt. - Im Rahmen der jährlichen Nachwuchsehrung ehrte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich junge, erfolgreiche Talente aus dem Kreis Merzig-Wadern. Insgesamt wurden 159 Schüler nicht nur für sportliche Erfolge, sondern auch aus anderen Bereichen und Wettbewerben, geehrt. Neben sportlichen Disziplinen wurden diesmal auch Teilnehmer von Wettbewerben wie „Jugend musiziert“, „Jugend und Politik“, „Mathematik-Olympiade“, „Biologie-Olympiade“ oder „Fremdsprachen“ für ihren Erfolg gelobt.

Junge Volleyballer aus Düppenweiler von Landrätin geehrt

Die geehrte jugendlichen Volleyballer mit ihrem Abteilungsleiter Franziskus Diwo und der Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich. Auf dem Foto fehlt Luis Botta.

In ihrem Grußwort machte die Landrätin klar, dass diese Leistungen durch Fleiß, Disziplin und Zielstrebigkeit erreicht worden seien und die Schülerinnen und Schüler somit Vorbild für Gleichaltrige seien. Sie seien als Talente wichtige und positive Repräsentanten des Grünen Landkreises. Wichtig sei natürlich auch die Unterstützung von Eltern, Lehrern und Trainern. Über die Ehrung durch die Landrätin und ein Präsent durften sich auch Silas Przybilla, Mara Lena Müller, Philine Przybilla und Luis Botta mit dem Abteilungsleiter Volleyball, Franziskus Diwo, freuen. Die jugendlichen Sportler des TV Düppenweiler wurden geehrt, weil sie den ersten Platz bei den Saarlandmeisterschaften der U 12 im Mix  im Sportjahr 2017 erreicht hatten.

Darüber freuen sich neben den Spielerinnen und Spielern  und ihren Eltern natürlich auch deren Betreuer und Trainer, Abteilungsleiter und der Vereinsvorstand.

Außerdem freut sich der Verein immer über neue Spielerinnen und Spieler, die sich gerne beim Abteilungsleiter Volleyball, Franziskus Diwo, der auch die Volleyball-Herren- und -Jugendmannschaften trainiert, informieren können. Tel.: 06832/7832.

 

Foto:

 

Die geehrte jugendlichen Volleyballer mit ihrem Abteilungsleiter Franziskus Diwo und der Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich. Auf dem Foto fehlt Luis Botta.




Wir im Verein - Neue CD mit Knappen- und Barbaraliedern vorgestellt

Vokalensemble „Bergsänger des Kupferbergwerkes Düppenweiler“ erfreut mit neuen Tonträger Mit einer neuen CD „Schon wieder tönt vom Schachte her“ macht das Vokalensemble „Bergsänger des Kupferbergwerkes Düppenweiler“ mit Chorleiter Erhard Seger nicht nur auf sich, sondern auch auf 18 teils bekannte und teils weniger bekannte Knappen- und Barbaralieder aus allen deutschen und benachbarten Bergrevieren aufmerksam.

Wir im Verein - Neue CD mit Knappen- und Barbaraliedern vorgestellt

Chorleiter Erhard Seger (links) bei der Überreichung der ersten Exemplare der neuen CD an den Vorsitzenden des Vereins Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler - Verein für Geschichte und Kultur, Werner Kockler (rechts) und Ortsvorsteher Thomas Ackermann

Der neue Tonträger ist ab sofort in der Touristinfo des Historischen Kupferbergwerkes Düppenweiler sowie bei den Chormitgliedern zum Preis von 10 Euro erhältlich. Auch beim bergmännischen Wintermarkt, der am 16. und 17. Dezember 2017 wieder auf der Kulturwiese des Historischen Kupferbergwerkes Düppenweiler stattfindet, ist die neue CD am Vereinsstand käuflich zu erwerben. 200 CDs wurden fürs Erste bestellt, aber eine Nachlieferung weiterer Exemplare kann jederzeit zügig erfolgen.

Die 18 Knappen- und Barbaralieder sind ein kleiner Querschnitt der zahlreichen Lieder aus allen deutschen und benachbarten Bergbaurevieren. Hier zeugen bekannte und weniger bekannte Chorsätze von der großen Bergmannskultur, auch wenn viele der Melodien und Texte vielen heute nicht mehr so geläufig sind.

 

Vorgestellt wurde die neue CD am 4. Dezember, dem Namensfest der Heiligen Barbara, die Schutzpatronin der Bergleute ist. Werner Kockler, 1. Vorsitzender des Vereins „Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler – Verein für Geschichte und Kultur“, konnte neben den Chormitgliedern weitere Vereinsmitglieder sowie den Ortsvorsteher von Düppenweiler, Thomas Ackermann in der sogenannten Knappenstube der Kupferschmelze begrüßen. „Neben unserer Kultur- und Theatersparte haben wir seit einiger Zeit auch die Bergsänger als Gruppe in unserem Verein, die in ihr bergmännischen Tracht ein schönes Bild abgeben“, so Kockler und stellte mit Bedauern fest, dass die bergmännische Gesangsliteratur immer weniger werde und man mittlerweile kaum noch Bergmannschöre im Saarland habe. Umso mehr drückte er seine Freude darüber aus, dass man jetzt über eine kleine, aber feine Gruppe, verfüge, die unter dem Titel  „Schon wieder tönt vom Schachte her“ eine CD mit bergmännischer Literatur, herausgeben habe.

 

Kockler wies darauf hin, dass unter den Liedern ist auch eines mit Düppenweiler Version zu Gehör gebracht werde. Dabei handelt es sich um eine eigene heimische Version des „Tarnowitzer Fahrenliedes“ in der Art, wie es es zwei alte, ehemalige Bergleute des Ortes, Andreas Schwarz und Alfred Müllenbach, immer sangen mit einer anderem Melodie, aber dem Text des Originals. Es ist direkt als erstes Lied direkt nach dem Läuten des Glöckchens der Barbarakapelle, mit der die CD anfängt, zu hören.

 

Geschmackvoll sei auch die ganze Aufmachung der CD mit Bildern des Pochwerkes und der Schmelzhütte aus verschiedenen Perspektiven sowie einer Innenaufnahme des „Domes“ unter Tage. Weitere Informationen erhält man in Textzugaben wie einem Grußwort  des ersten Vorsitzenden Kockler und der Geschichte der Bergsänger.

 

„Ich bin mir sicher, dass wir für die CD viele Abnehmer finden“, betonten Kockler und Seger überzeugt. Erhard Seger als Chorleiter dankte dem  Sangesbruder und Notenwart Günther Britz, der den Chor immer mit neuen Werken versorgt und überreichte ihm ein Präsent. Er stellte den Inhalt der CD vor und ging kurz auf die Geschichte der Bergsänger ein.

 

 

Heute gehören dem Chor neun Mann, also ein Doppelquartett, an. Schon 20 Jahre vorher habe man mit einigen Leuten bei der Barbarafeier und Mettenschicht gesungen. „Auf der CD, die mit dem Bergglöckchen der Barbarakapelle auf dem Bergwerksgelände eingeläutet wird, befinden sich 18 Barbara- und Knappenlieder. Quer durch die deutschen Reviere gibt es so was nicht. Wir haben somit ein Novum gestartet“, erklärte Chorleiter Seger. Auch Lustiges, wie „die Bergleut sind die schönsten Leut“, ebenso wie das Topfstädter Schachtlied mit heimatlichem Flair, bei dem es am schwierigsten gewesen sei, den richtigen Rhythmus hineinzubringen, sind auf der CD. In der Regel mussten alle Lieder bis zu fünf Mal gesungen werden, bis wir mit der Qualität zufrieden waren, “ so Seger

Als einziges nicht den Bergbau betreffendes Lied ist „Kein schöner Land“ auf die CD mitaufgenommen worden, was die Heimatverbundenheit ausdrücken soll. „Ich denke, die CD ist uns als kleinem Chor mit zwei Aufnahmeterminen wirklich gut gelungen“, so Seger.

Zum Abschluss der Vorstellung und als  Kostprobe wurde in der schmucken Knappenstube das „Steigerlied“ zum Besten gegeben. Der erste Vorsitzende des Vereins, Kockler, bedankte sich bei allen Chormitgliedern, besonders aber beim Dirigenten Seger und dem Notenwart Britz. „Das ist wirklich eine tolle Leistung. Seit langer Zeit wurde so etwas nicht mehr auf dem Markt gebracht. Es ist wirklich etwas Besonderes aus dem Saarland“; betonte er. Nächste Auftritte der Bergsänger sind unter anderem beim Wintermarkt und der Mettenschicht am dritten Adventswochenende am Kupferbergwerk Düppenweiler.

 

Foto/Text: Verein/pp

 

Foto :

Chorleiter Erhard Seger (links) bei der Überreichung der ersten Exemplare der neuen CD an

den Vorsitzenden des Vereins Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler - Verein für Geschichte und Kultur, Werner Kockler (rechts) und Ortsvorsteher Thomas Ackermann.

 




Erstmals Schmelzen mit offenem Ofenauge gelungen

Schmelzvorgänge nach historischem Vorbild demonstriert - Es zischte und glühte, die Funken flogen und es war höllisch heiß in der Schmelzhütte, die mit Pochwerk und Maschinenanlagen zur Kupferhütte gehört. Vor den beiden Schmelzöfen hatte Werner Kockler, erster Vorsitzender des Vereins „Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler – Verein für Geschichte und Kultur“ e.V. mit weiteren Helfern den beiden Schmelzöfen richtig gut eingeheizt.

Erstmals Schmelzen mit offenem Ofenauge gelungen

Höhepunkt beim 7. Schmelzertag - der Abstich an einem der beiden Schmelzöfen in der Schmelzhütte.

Die ersten Vorbereitungen dazu hatten die Vereinsmitglieder schon Tage zuvor getroffen. Da sich im letzten Jahr erwiesen hatte, dass das vorhandene Gebläse nicht ausreicht, beide Schmelzöfen gleichzeitig ausreichend zu versorgen, wurde zunächst nur ein Ofen vorbereitet. In der Herrichtung des Schmelzofens wurde dabei der Ofenboden mit einer Mischung aus Lehm, zerstampfter Holzkohle und Pferdehaaren ausgekleidet. Im zweiten Ofen, in welchem sich noch die „Ofensau“ (geschmolzenes Kupfererz, das nicht flüssig genug war, um aus dem Ofen auszulaufen) aus dem letzten Jahr befand, sollte in diesem Jahr versucht werden, mit offenem Ofenauge zu schmelzen. „Der Vatertag war recht gut besucht. Wir hatten Besucher in der Schmelzhütte und auch Untertage. Die Funktionsweise der Hütte wurde den Besuchern demonstriert und detaillierte Angaben zu den interessierten Fragen der Besucher gemacht“, so Werner Kockler. 

                                                            

Am Schmelzertag selbst begann die erste Arbeitsschicht für Werner Kockler und seine Helfer zur Beschickung der beiden Schmelzöfen schon morgens um acht Uhr. Um diese auf mindestens 1300 Grad Celsius zu bringen, damit das Kupfer schmelzen und ausfließen kann, hatten der erste Vorsitzende und Eric Nees (aus Fischbach bei Idar-Oberstein) alle Hände voll zu tun. Ein Schmelzofen wurde auf die herkömmliche Weise mit geschlossenem Ofenauge und Gebläse und der andere versuchsweise mit offenem Ofenauge ohne Gebläse betrieben. 

Allmählich stellte sich Betrieb auf dem Außengelände ein, wo sich Kinder tummeln, um zum Beispiel an einer der Stationen der Eventschmiede Biringer ihr erstes Hufeisen anzufertigen oder beim „Münzmeister“ Wolfgang Wax eine eigene Münze zu prägen. Unterhalten wurden die Besucher durch die „Litermont Musikanten“. Dazwischen ging es im Stundentakt in kleinen Gruppen durch die unterirdischen Stollen des Besucherbergwerks um zu erfahren, welche Strapazen die Bergleute früher auf sich nahmen, um an das begehrte Kupfer zu kommen. Untertage in den dunklen Stollen erfuhr man dabei eine angenehme Kühle, während in den beiden Schmelzöfen die Temperaturen stetig nach oben kletterten, was sich auch in der Schmelzhütte bemerkbar machte. Die Spannung stieg, immer mehr Gäste fanden sich vor den beiden Schmelzöfen ein, um sich über den Schmelzvorgang zu informieren. Erstaunlicherweise erwies sich der Versuch, mit offenem Offenauge zu schmelzen, als sehr erfolgreich. Bereits nach ca. 3 ½  Stunden lief das erste geschmolzene Kupfererz in dünnen Fäden aus dem Ofenauge. So konnten die Besucher erstmals auch eine permanente Kupferschmelze beobachten. Erst Erzgewinnung unter Tage bei einer Führung durch das Bergwerk, dann die Weiterverarbeitung des Kupfers über Tage nach historischem Vorbild des 18. Jahrhunderts, der Schmelzertag lockt immer wieder Gäste aus nah und fern an das Besucherbergwerk in Düppenweiler, das mit Kupferhütte mit Maschinenanlegen, Pochstempeln und Antriebswellen, Zahnkränzen, Getrieben, Blasebälgen und Wasserrädern in dieser Form in ganz Südwestdeutschland einmalig ist. Wie geplant ging es dann gegen 16.00 Uhr an den Abstich am zweiten Schmelzofen. Werner Kockler sowie seine Helfer Eric Nees, Günter Fuchs und Eva Gross waren alle ausgestattet mit feuerfesten Handschuhen, Schutzhauben und Schürze sowie Stecheisen, Kratze (Krummeisen) und Forkel (Hüttengabel). Mit mehreren Schlägen mit dem Vorschlaghammer wurde das im Ofenauge befindliche Stecheisen gelockert und dann von Kockler mit einem kräftigen Ruck herausgezogen. Sofort ergoss sich aus dem Ofen ein dicker Strahl glühend heißem flüssigem Kupfer in den Vorherd, vielleicht schöner als alle Jahre zuvor. Die Gäste schauten auf die funkelnde Glut, zückten ihre Fotoapparate, um den spannenden Moment des Kupferzaubers in der Schmelzhütte festzuhalten. Der Aufwand hatte sich in diesem Jahr wirklich gelohnt, hatten doch beide Schmelzöfen in diesem Jahr auf ganz unterschiedliche Weise hervorragend funktioniert. Kockler und seine Helfer wischten sich erleichtert den Schweiß aus dem Gesicht. Früher muss es wohl auch so gewesen sein, ahnten die Gäste. Zeit für ein Feierabendbier und zum Abschluss eine Bergmannsvesper, das gehörte einfach dazu. Bei guter Stimmung ging so der 7. Schmelzertag zu Ende. „Der diesjährige Schmelzertag war wieder eine gelungene Veranstaltung, auch wenn offenbar wegen der Hitze einige potentiellen Besucher zu Hause geblieben waren. Die hatten dann aber gerade die diesjährige Besonderheit des Schmelzens mit offenem Ofenauge verpasst“, resümierte Kockler am Ende der Veranstaltung.

 

 

Fotos/Text: Gemeinde Beckingen

 

Der Bergmannspokal wurde diesmal an Heinz Lauer vom Bergmannsverein Brotdorf weitergereicht.
 
Geschmolzenes Kupfer fließt in den Vorofen. 
Erfolgreiches Schmelzen am offenen Ofenauge.