Team der Fordwerke gestaltete unentgeltlich die Spielecke des Schulhofes der Grundschule Düppenweiler neu

Die Düppenweiler Schulkinder erlebten kürzlich an zwei Tagen in den Pausen aus kurzer Entfernung, wie ein Mitarbeiterteam von der Instandhaltung des Presswerks der Fordwerke Saarlouis unter Leitung des Instandhaltungsleiters Eric Kohlbacher die Spielecke des Schulhofs ihrer Grundschule mit neuer Funktionalität und neuem Aussehen renovierte und umgestaltete.

Team der Fordwerke gestaltete unentgeltlich die Spielecke des Schulhofes der Grundschule Düppenweiler neu

Das Fordteam bei seiner ehrenamtlichen Arbeit an der Spielecke

Wie kam es zu dieser Idee und ihrer Umsetzung? Hierzu sagt die Schulleiterin Eva Kraus: „Die Maßnahme mit Kletterwand und weiteren Gestaltung der Schulhofecke  brachte Architekt Joachim Adler aus Britten als Vater einer  früheren Lehrerkollegin ehrenamtlich ins Spiel und stellte sie bei einem Treffen im November vorigen Jahres, an dem der damalige Bürgermeister Erhard Seger, Gemeindebauingenieur Martin Speicher, Gemeindebauhofleiter Stefan Adam, Schulamtsleiter Armin Buchheit,  die Elternvertretungsvorsitzende Petra Stumpf und ich teilnahmen, vor. Die weitere Planung übernahm dann Gemeindebauingenieur Speicher, unterstützt von seinem Mitarbeiter Jürgen Schmal als Organisator.  Beim nächsten Termin wurde verhandelt, was an Wünschen umgesetzt werden kann und auf welche verzichtet werden muss. An finanziellen Mitteln standen seitens der Schule etwa 15.000 Euro, davon  10.000 Euro als Gewinn bei der Pisa-Aktion und 4.500 Euro  als Erlös aus dem Schulfest vor drei Jahren dank der fleißigen Helfer und eifrigen Sponsorensuche der Schulkinder zur Verfügung. Durch die Gemeinde wurde die erforderliche Aufstockung des Betrages um 10.000 Euro zugesagt.“ Jan Seger, Sohn von Erhard Seger, als Schlossermeister bei Ford tätig, berichtete seinem Vater im familiären Kreis von den seit mehreren Jahren durch die Fordwerke mit Personal und Werkzeugen geförderten  ehrenamtlichen jährlichen Aktivitäten der Mitarbeiter für Projekte wie Kitas, Schulen und sozialen Einrichtungen. Die Mitarbeiter werden von der Firma Ford freigestellt für diese Tätigkeit. „Das wäre was für Düppenweiler“, meinte Seger Senior und so kam dann durch den Sohn die angestrebte Maßnahme „Renovierung des Spielbereiches der Grundschule Düppenweiler“ ins Gespräch und dann auch die Zusage  der Fordwerke für ihr Engagement. In Zusammenarbeit mit dem Bauhof gingen vor einigen Tagen vierzehn Fordmitarbeiter, angefangen vom   Abteilungsleiter, über Elektriker und Schlosser, ans Werk. Die grauen Betonwände wurden nach dem Anstrich mit hellblauer Farbe und der Montage von Haltegriffen sowie der Ausstattung am Boden mit Absturzmatten zur Kletterwand. In der Ruhezone schraubten die Fordleute Douglasien-Bretter auf die Betonstufen, um geeignete Sitzgelegenheiten zu schaffen. Zaun wurde neu errichtet oder gemäß den Vorschriften umgestaltet, verschiedene Spielgeräte renoviert. Im  alten Gartenbeet wurde vom Gemeindebauhof das  Erdreich teilweise ausgebaggert, dann durch feinen Schotter ersetzt. Das Fordteam installierte auch hier Sitzgelegenheiten und Zaun auf der Begrenzungsmauer. Bürgermeister Thomas Collmann und die Schulleiterin Eva Kraus zeigten sich mit den Arbeiten zufrieden und dankten allen, die  zum Gelingen der neuen Spielanlage, die bald noch um eine Riesenrutsche erweitert wird, sehr zufrieden. Die offizielle Einweihung findet zum Abschluss einer Projektwoche im Frühjahr 2018 statt.

 

Foto/Text: nb

 

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Bürgermeister Thomas Collmann (1. von rechts) nebst Mitarbeitern, Schulleiterin Eva Kraus (2.v.r.) und der ehrenamtlichen Arbeitsgruppe der Fordwerke  unter Instandhaltungsleiter, Dipl. Ingenieur  Eric Kohlbacher (7. von links) und   Schlossermeister Jan Seger, Sohn des Altbürgermeisters (6.v.r.) vor der neuen Kletterwand.

 

 

 

 




Früherer Bürgermeister Erhard Seger überreichte Spende für die Unterstützung der Düppenweiler Orgelpatenschaft

Anlässlich der Abschieds- und Einführungsfeier, die Ende Mai in der Deutschherrenhalle mit vielen Gästen über die Bühne ging, hatten der bisherige Bürgermeister Erhard Seger und sein Nachfolger, der jetzige Bürgermeister Thomas Collmann, auf persönliche Geschenke verzichtet. Sie baten stattdessen um Geldspenden. So Seger für die Unterstützung der Orgelpatenschaft der Pfarrkirche St. Leodegar Dpppenweiler und soziale Zwecke, Collmann für die Grundschulen und Kindergärten in der Gemeinde Beckingen.

Früherer Bürgermeister Erhard Seger überreichte Spende für die Unterstützung der Düppenweiler Orgelpatenschaft

Offizielle Spendenübergabe für die notwendigen Orgelarbeiten der Orgel in der Pfarrkirche St. Leodegar in Düppenweiler.

 Seger konnte nun seinen Spendenanteil in Höhe von 5.507,50 Euro verteilen. Davon gingen  5.007,50 Euro an die Orgelpatenschaft zur Unterstützung der Finanzierung der notwendigen Arbeiten zwecks Anpassung der elektrischen Anlage und Verkabelung sowie Generalreinigung und Einrichtung einer Selbstspielfunktion der 1964 eingeweihten Orgel in der Pfarrkirche St. Leodegar in Düppenweiler in Höhe von insgesamt 50.000 Euro.  Für diese Maßnahme macht sich Seger stark. „Es ist mir  persönlich und uns allen ein großes Anliegen, dass das größte Instrument in Düppenweiler nicht verstummt, Sowohl als jetziger als auch bald im Ruhestand befindlicher Bürgermeister werde ich die Sache unterstützen“, hatte er bei einem Gesprächstermin im April erklärt. Also lautete auch sein Wunsch bei der Abschiedsfeier entsprechend und wurde so umgesetzt. Über je 250 Euro konnten sich zudem Pater Michael Heinz für seine Missionsarbeit  und Ortsvorsteher Thomas Ackermann für soziale Projekte im Dorf freuen.  Freude wird auch demnächst bei den drei Grundschulen und neun Kindergärten in der Gemeinde herrschen, wenn ihnen der neue Bürgermeister seine eingegangene Spendensumme in Höhe von 6.962,50 Euro aufgeschlüsselt zukommen lässt. Die Schulen erhalten jeweils 1.000 Euro und die Kindergärten je 440,27 Euro.

 

 

Foto/Text: nb

 

In der Pfarrkirche St. Leodegar Düppenweiler wurde nun die offizielle Überreichung der Spende für die notwendigen Orgelarbeiten vorgenommen. Auf dem Foto (von links) Hauptamtsleiter Volkmar Schommer, Gemeindekämmerer Michael Buchheit,  Bürgermeister Thomas Collmann,  Bürgermeister a. D. Erhard Seger, die stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende Barbara Koch und Verwaltungsratsmitglied Erhard Hardt. 




Gute Laune in der „Kreizgass“

Als ein Fest der guten Laune und mit ausgelassener Stimmung bei Live-Musik bis in die späten Abendstunden ging einmal mehr das Topfstädter Dorffeschd über die Bühne. Traditionell wurde es mit einem bunten Festumzug der Vereine, aufgelockert durch die Präsentation einiger ausgefallener Oldtimer, eingeläutet.

 Gute Laune in der „Kreizgass“

Zum Auftakt präsentierten sich die Vereine in ihrer bunten Vielfalt angeführt vom „Schellenmann“, wobei der Festumzug von einigen ausgefallenen Oldtimern aufgelockert wurde.

DÜPPENWEILER. Anschließend zog man in die „Kreizgass“ ein, wo das Fest mit einem zünftigen Fassanstich durch den Bürgermeister der Gemeinde Beckingen und Schirmherrn der Veranstaltung, Thomas Collmann, Böllerschüssen und Freibier eröffnet wurde. Das erste Wort hat zunächst der Schellenmann Aaron Schütz,, der in seiner „Bekanntmachung“ einige Neuerungen vorbrachte. Unter neuer Führung von Maria Meyer, die mit ihrem Team von Dorffeschd-Komitee die Strippen ziehe, stehe das Dorffeschd auf festen Beinen und habe auch wegen der vielen Vereine und freiwilligen Helfern Zukunft. Mit gekonntem Fassanstich, Überreichung einer finanziellen Unterstützung und der Zusage, dass die Gemeinde Beckingen auch in Zukunft solche Großveranstaltungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen werde, sorgte Bürgermeister Thomas Collmann, Schirmherr der Veranstaltung, für allseits zufriedene Gesichter. Collmann dankte Maria Meyer, ihrem Team und den ehrenamtlichen Helfern für die Ausrichtung des schönen Festes und wünschte der Veranstaltung einen sonnigen Verlauf. Auch Ortsvorsteher Thomas Ackermann gab sich überzeugt, dass mit neuer durchsetzungskräftiger Leitung das Fest noch viele Jahre weitergehen werde. Gedankt wurde auch den Anwohnern der Kreizgass für ihre Geduld und ihr Verständnis während der Festtage. Das auch die 33. Auflage des Topfstädter Dorffeschds, eines der schönsten Straßenfeste an der unteren Saar, als Fest der „guten Laune“ über die Bühne ging, dafür hatten die Mitglieder des Dorffeschdkomitees wieder mit einem tollen Programm für Jung und Alt gesorgt. Und so füllte sich die Festmeile ruckzuck mit Hochbetrieb an allen Ständen. Bei ausgelassener Stimmung an den drei Bühnen, die mit Live-Musik der Bands „Solexx“, „Bumi and the Mooncrackers“, „BBQ Blues-Band“, „Feïn“, „The Silver“, Axel Breidt & Ingo Faust“, „Party Sound“, „The Scamps“ und „Holly’s Jam House“, ließ es sich bis in die Abendstunden gut verweilen. Für weitere musikalische Abwechslung sorgten auch verschiedene Männerchöre. Sonntags sorgte ein großer Kindernachmittag mit Kinderschminken, Ponyreiten, Eselkutschfahrten und Straßenmalwettbewerb für Kurzweil bei den kleinen Festbesuchern. „Der Straßenmalwettbewerb war ein toller Erfolg“, zog Maria Meyer Resonanz. „An allen Ständen wurden Bilder mit Straßenkreide auf die Straße gemalt. Den Malwettbewerb werden wir im nächsten Jahr wiederholen“. Gewonnen beim Kindermalwettbewerb hat die neunjährige Ashley Keith mit ihrem großartigen Motiv und freute sich über eine Schachtel bunte Straßenmalkreide. Beim Erwachsenenmalwettbewerb hatte Werker Kockler die Nase vorne und erhielt ein 5-Liter-Fass Bier. Mit Live-Musik klang das Fest, bei dem auch  diesmal die einfallsreiche Kulinarik mit den dazu passenden Getränken aller Art keine Wünsche offen ließ, sonntagabends aus.

 

 Fotos/Text: Gemeinde Beckingen

 

Impressionen vom Topfstädter Dorffeschd
 
 
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  

 

 

 




Wir im Verein - Angelsportverein Düppenweiler blickte auf 40 Jahre zurück

Sein 40jähriges Bestehen feierte der Angelsportsportverein Düppenweiler an seiner idyllischen Vereinsanlage Pützweiher zwischen Düppenweiler und Schmelz. Der erste Vorsitzende Patrick Vreden konnte hierzu rund 150 Gäste, darunter auch Bürgermeister Thomas Collmann und Ortsvorsteher Thomas Ackermann willkommen heißen.

Wir im Verein - Angelsportverein Düppenweiler blickte auf 40 Jahre zurück

Die geehrten anwesenden Vereinsmitglieder des ASV Düppenweiler mit Bürgermeister Thomas Collmann (2.v.l.), Ortsvorsteher Thomas Ackermann (links) und dem Vorsitzenden Patrick Vreden (4.v.l.)

Vreden gab einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des ASV, der im Jahre 1977 auf Drängen des Angelfreundes Hermann Krämer gegründet wurde. Zur Gründungsversammlung kamen aufgrund eines Aufrufes im Mitteilungsblatt der Gemeinde Beckingen 54 Mitbürger und riefen den Angelsportverein Düppenweiler e.V. als gemeinnützigen Verein ins Leben. Erster Vorsitzender wurde Martin Klein, zweiter Vorsitzender Rainer Klein, Schriftführer Norbert Neisius, Kassenwart Fredi Freichel, Beisitzer Eugen Freichel und Hermann Krämer, Gewässerwart Wilhelm Freichel, Weiheraufseher  Edi Schneider und Sportwart Hubert Paulus. Der Verein pachtete zunächst die Weiheranlage „Helleschter Tal“, die er bis 1987 bewirtschaftete. Als diese dann zu einem Feuchtbiotop erklärt wurde, kaufte der ASV die heutige Weiheranlage „Pützweiher“, wobei man damals sicherlich nicht von einer Weiheranlage sprechen konnte, sondern eher von einem Tümpel. „Durch unzählige Arbeitsstunden mit Schweiß und Muskelkraft der Mitglieder wurde der Weiher zu dem, was man heute hier vorfindet und worauf der ASV Düppenweiler zu recht stolz sein kann“, betonte der Vorsitzende. Bürgermeister Collmann und Ortsvorsteher Ackermann beglückwünschten in ihren Grußworten den Verein zum Jubiläum und dankten ihm für sein Engagement für die Natur und  im Vereinsleben. Im Mittelpunkt des Jubiläumsfestes, bei dem es als Spezialitäten für das leibliche Wohl unter anderem  gebackene sowie frisch geräucherte Forellen und Fischburger gab, stand die Ehrung langjähriger Mitglieder. Mit der goldenen Ehrennadel des Vereins für 40 Jahre Treue wurden geehrt: Hermann Krämer, Michael Haupenthal, Axel Krämer, Gerhard Roth, Josef Paulus, Werner Jung, Uwe Klein, Martin Klein, Edi Schneider und Edi Achelpöhler. Die goldene Ehrennadel des Fischereiverbandes Saar ging an  Patrick Gerard und Patrick Vreden als Anerkennung ihrer engagierten 2ojährigen Vorstandsarbeit.

Foto/Text: nb

 

 




Erstmals Schmelzen mit offenem Ofenauge gelungen

Schmelzvorgänge nach historischem Vorbild demonstriert - Es zischte und glühte, die Funken flogen und es war höllisch heiß in der Schmelzhütte, die mit Pochwerk und Maschinenanlagen zur Kupferhütte gehört. Vor den beiden Schmelzöfen hatte Werner Kockler, erster Vorsitzender des Vereins „Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler – Verein für Geschichte und Kultur“ e.V. mit weiteren Helfern den beiden Schmelzöfen richtig gut eingeheizt.

Erstmals Schmelzen mit offenem Ofenauge gelungen

Höhepunkt beim 7. Schmelzertag - der Abstich an einem der beiden Schmelzöfen in der Schmelzhütte.

Die ersten Vorbereitungen dazu hatten die Vereinsmitglieder schon Tage zuvor getroffen. Da sich im letzten Jahr erwiesen hatte, dass das vorhandene Gebläse nicht ausreicht, beide Schmelzöfen gleichzeitig ausreichend zu versorgen, wurde zunächst nur ein Ofen vorbereitet. In der Herrichtung des Schmelzofens wurde dabei der Ofenboden mit einer Mischung aus Lehm, zerstampfter Holzkohle und Pferdehaaren ausgekleidet. Im zweiten Ofen, in welchem sich noch die „Ofensau“ (geschmolzenes Kupfererz, das nicht flüssig genug war, um aus dem Ofen auszulaufen) aus dem letzten Jahr befand, sollte in diesem Jahr versucht werden, mit offenem Ofenauge zu schmelzen. „Der Vatertag war recht gut besucht. Wir hatten Besucher in der Schmelzhütte und auch Untertage. Die Funktionsweise der Hütte wurde den Besuchern demonstriert und detaillierte Angaben zu den interessierten Fragen der Besucher gemacht“, so Werner Kockler. 

                                                            

Am Schmelzertag selbst begann die erste Arbeitsschicht für Werner Kockler und seine Helfer zur Beschickung der beiden Schmelzöfen schon morgens um acht Uhr. Um diese auf mindestens 1300 Grad Celsius zu bringen, damit das Kupfer schmelzen und ausfließen kann, hatten der erste Vorsitzende und Eric Nees (aus Fischbach bei Idar-Oberstein) alle Hände voll zu tun. Ein Schmelzofen wurde auf die herkömmliche Weise mit geschlossenem Ofenauge und Gebläse und der andere versuchsweise mit offenem Ofenauge ohne Gebläse betrieben. 

Allmählich stellte sich Betrieb auf dem Außengelände ein, wo sich Kinder tummeln, um zum Beispiel an einer der Stationen der Eventschmiede Biringer ihr erstes Hufeisen anzufertigen oder beim „Münzmeister“ Wolfgang Wax eine eigene Münze zu prägen. Unterhalten wurden die Besucher durch die „Litermont Musikanten“. Dazwischen ging es im Stundentakt in kleinen Gruppen durch die unterirdischen Stollen des Besucherbergwerks um zu erfahren, welche Strapazen die Bergleute früher auf sich nahmen, um an das begehrte Kupfer zu kommen. Untertage in den dunklen Stollen erfuhr man dabei eine angenehme Kühle, während in den beiden Schmelzöfen die Temperaturen stetig nach oben kletterten, was sich auch in der Schmelzhütte bemerkbar machte. Die Spannung stieg, immer mehr Gäste fanden sich vor den beiden Schmelzöfen ein, um sich über den Schmelzvorgang zu informieren. Erstaunlicherweise erwies sich der Versuch, mit offenem Offenauge zu schmelzen, als sehr erfolgreich. Bereits nach ca. 3 ½  Stunden lief das erste geschmolzene Kupfererz in dünnen Fäden aus dem Ofenauge. So konnten die Besucher erstmals auch eine permanente Kupferschmelze beobachten. Erst Erzgewinnung unter Tage bei einer Führung durch das Bergwerk, dann die Weiterverarbeitung des Kupfers über Tage nach historischem Vorbild des 18. Jahrhunderts, der Schmelzertag lockt immer wieder Gäste aus nah und fern an das Besucherbergwerk in Düppenweiler, das mit Kupferhütte mit Maschinenanlegen, Pochstempeln und Antriebswellen, Zahnkränzen, Getrieben, Blasebälgen und Wasserrädern in dieser Form in ganz Südwestdeutschland einmalig ist. Wie geplant ging es dann gegen 16.00 Uhr an den Abstich am zweiten Schmelzofen. Werner Kockler sowie seine Helfer Eric Nees, Günter Fuchs und Eva Gross waren alle ausgestattet mit feuerfesten Handschuhen, Schutzhauben und Schürze sowie Stecheisen, Kratze (Krummeisen) und Forkel (Hüttengabel). Mit mehreren Schlägen mit dem Vorschlaghammer wurde das im Ofenauge befindliche Stecheisen gelockert und dann von Kockler mit einem kräftigen Ruck herausgezogen. Sofort ergoss sich aus dem Ofen ein dicker Strahl glühend heißem flüssigem Kupfer in den Vorherd, vielleicht schöner als alle Jahre zuvor. Die Gäste schauten auf die funkelnde Glut, zückten ihre Fotoapparate, um den spannenden Moment des Kupferzaubers in der Schmelzhütte festzuhalten. Der Aufwand hatte sich in diesem Jahr wirklich gelohnt, hatten doch beide Schmelzöfen in diesem Jahr auf ganz unterschiedliche Weise hervorragend funktioniert. Kockler und seine Helfer wischten sich erleichtert den Schweiß aus dem Gesicht. Früher muss es wohl auch so gewesen sein, ahnten die Gäste. Zeit für ein Feierabendbier und zum Abschluss eine Bergmannsvesper, das gehörte einfach dazu. Bei guter Stimmung ging so der 7. Schmelzertag zu Ende. „Der diesjährige Schmelzertag war wieder eine gelungene Veranstaltung, auch wenn offenbar wegen der Hitze einige potentiellen Besucher zu Hause geblieben waren. Die hatten dann aber gerade die diesjährige Besonderheit des Schmelzens mit offenem Ofenauge verpasst“, resümierte Kockler am Ende der Veranstaltung.

 

 

Fotos/Text: Gemeinde Beckingen

 

Der Bergmannspokal wurde diesmal an Heinz Lauer vom Bergmannsverein Brotdorf weitergereicht.
 
Geschmolzenes Kupfer fließt in den Vorofen. 
Erfolgreiches Schmelzen am offenen Ofenauge.