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Wir im Verein - Neue CD mit Knappen- und Barbaraliedern vorgestellt

Vokalensemble „Bergsänger des Kupferbergwerkes Düppenweiler“ erfreut mit neuen Tonträger Mit einer neuen CD „Schon wieder tönt vom Schachte her“ macht das Vokalensemble „Bergsänger des Kupferbergwerkes Düppenweiler“ mit Chorleiter Erhard Seger nicht nur auf sich, sondern auch auf 18 teils bekannte und teils weniger bekannte Knappen- und Barbaralieder aus allen deutschen und benachbarten Bergrevieren aufmerksam.

Wir im Verein - Neue CD mit Knappen- und Barbaraliedern vorgestellt

Chorleiter Erhard Seger (links) bei der Überreichung der ersten Exemplare der neuen CD an den Vorsitzenden des Vereins Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler - Verein für Geschichte und Kultur, Werner Kockler (rechts) und Ortsvorsteher Thomas Ackermann

Der neue Tonträger ist ab sofort in der Touristinfo des Historischen Kupferbergwerkes Düppenweiler sowie bei den Chormitgliedern zum Preis von 10 Euro erhältlich. Auch beim bergmännischen Wintermarkt, der am 16. und 17. Dezember 2017 wieder auf der Kulturwiese des Historischen Kupferbergwerkes Düppenweiler stattfindet, ist die neue CD am Vereinsstand käuflich zu erwerben. 200 CDs wurden fürs Erste bestellt, aber eine Nachlieferung weiterer Exemplare kann jederzeit zügig erfolgen.

Die 18 Knappen- und Barbaralieder sind ein kleiner Querschnitt der zahlreichen Lieder aus allen deutschen und benachbarten Bergbaurevieren. Hier zeugen bekannte und weniger bekannte Chorsätze von der großen Bergmannskultur, auch wenn viele der Melodien und Texte vielen heute nicht mehr so geläufig sind.

 

Vorgestellt wurde die neue CD am 4. Dezember, dem Namensfest der Heiligen Barbara, die Schutzpatronin der Bergleute ist. Werner Kockler, 1. Vorsitzender des Vereins „Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler – Verein für Geschichte und Kultur“, konnte neben den Chormitgliedern weitere Vereinsmitglieder sowie den Ortsvorsteher von Düppenweiler, Thomas Ackermann in der sogenannten Knappenstube der Kupferschmelze begrüßen. „Neben unserer Kultur- und Theatersparte haben wir seit einiger Zeit auch die Bergsänger als Gruppe in unserem Verein, die in ihr bergmännischen Tracht ein schönes Bild abgeben“, so Kockler und stellte mit Bedauern fest, dass die bergmännische Gesangsliteratur immer weniger werde und man mittlerweile kaum noch Bergmannschöre im Saarland habe. Umso mehr drückte er seine Freude darüber aus, dass man jetzt über eine kleine, aber feine Gruppe, verfüge, die unter dem Titel  „Schon wieder tönt vom Schachte her“ eine CD mit bergmännischer Literatur, herausgeben habe.

 

Kockler wies darauf hin, dass unter den Liedern ist auch eines mit Düppenweiler Version zu Gehör gebracht werde. Dabei handelt es sich um eine eigene heimische Version des „Tarnowitzer Fahrenliedes“ in der Art, wie es es zwei alte, ehemalige Bergleute des Ortes, Andreas Schwarz und Alfred Müllenbach, immer sangen mit einer anderem Melodie, aber dem Text des Originals. Es ist direkt als erstes Lied direkt nach dem Läuten des Glöckchens der Barbarakapelle, mit der die CD anfängt, zu hören.

 

Geschmackvoll sei auch die ganze Aufmachung der CD mit Bildern des Pochwerkes und der Schmelzhütte aus verschiedenen Perspektiven sowie einer Innenaufnahme des „Domes“ unter Tage. Weitere Informationen erhält man in Textzugaben wie einem Grußwort  des ersten Vorsitzenden Kockler und der Geschichte der Bergsänger.

 

„Ich bin mir sicher, dass wir für die CD viele Abnehmer finden“, betonten Kockler und Seger überzeugt. Erhard Seger als Chorleiter dankte dem  Sangesbruder und Notenwart Günther Britz, der den Chor immer mit neuen Werken versorgt und überreichte ihm ein Präsent. Er stellte den Inhalt der CD vor und ging kurz auf die Geschichte der Bergsänger ein.

 

 

Heute gehören dem Chor neun Mann, also ein Doppelquartett, an. Schon 20 Jahre vorher habe man mit einigen Leuten bei der Barbarafeier und Mettenschicht gesungen. „Auf der CD, die mit dem Bergglöckchen der Barbarakapelle auf dem Bergwerksgelände eingeläutet wird, befinden sich 18 Barbara- und Knappenlieder. Quer durch die deutschen Reviere gibt es so was nicht. Wir haben somit ein Novum gestartet“, erklärte Chorleiter Seger. Auch Lustiges, wie „die Bergleut sind die schönsten Leut“, ebenso wie das Topfstädter Schachtlied mit heimatlichem Flair, bei dem es am schwierigsten gewesen sei, den richtigen Rhythmus hineinzubringen, sind auf der CD. In der Regel mussten alle Lieder bis zu fünf Mal gesungen werden, bis wir mit der Qualität zufrieden waren, “ so Seger

Als einziges nicht den Bergbau betreffendes Lied ist „Kein schöner Land“ auf die CD mitaufgenommen worden, was die Heimatverbundenheit ausdrücken soll. „Ich denke, die CD ist uns als kleinem Chor mit zwei Aufnahmeterminen wirklich gut gelungen“, so Seger.

Zum Abschluss der Vorstellung und als  Kostprobe wurde in der schmucken Knappenstube das „Steigerlied“ zum Besten gegeben. Der erste Vorsitzende des Vereins, Kockler, bedankte sich bei allen Chormitgliedern, besonders aber beim Dirigenten Seger und dem Notenwart Britz. „Das ist wirklich eine tolle Leistung. Seit langer Zeit wurde so etwas nicht mehr auf dem Markt gebracht. Es ist wirklich etwas Besonderes aus dem Saarland“; betonte er. Nächste Auftritte der Bergsänger sind unter anderem beim Wintermarkt und der Mettenschicht am dritten Adventswochenende am Kupferbergwerk Düppenweiler.

 

Foto/Text: Verein/pp

 

Foto :

Chorleiter Erhard Seger (links) bei der Überreichung der ersten Exemplare der neuen CD an

den Vorsitzenden des Vereins Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler - Verein für Geschichte und Kultur, Werner Kockler (rechts) und Ortsvorsteher Thomas Ackermann.