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Minister Reinhold Jost übergab einen Zuwendungsbescheid aus dem Programm „Das Saarland blüht“ für Erbringer Ökoprojekt

Umwelt- und Verbraucherschutzminister Reinhold Jost bedachte kürzlich bei seinem Besuch in Oppen auch den Gemeindebezirk Erbringen mit einer finanziellen Zuwendung. Im Beisein von MdL Martina Holzner, der Geschäftsführerin des Verbandes der Obst- und Gartenbauvereine Monika Lambert-Debong, zudem Gemeinderats-, Ortsrats- und OGV-Mitglied, sowie des Kultur-Sachgebietsleiters Armin Buchheit übergab der Minister an Bürgermeister Thomas Collmann und Ortsvorsteher Hubert Schwinn einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 2.479,22 Euro.

Minister Reinhold Jost übergab einen Zuwendungsbescheid aus dem Programm „Das Saarland blüht“ für Erbringer Ökoprojekt

Übergabe des Zuwendungsbescheides durch den Umwelt- und Verbraucherschutzminister Reinhold Jost an Ortsvorsteher Schwinn und Bürgermeister Collmann im Beisein weiterer offizieller Gäste.

 Der Minister erklärte hierzu: „Die Gemeinde Beckingen hatte um eine Zuwendung für den Ortsteil Erbringen aus dem Programm „Dem Saarland blüht was“ für die Förderfläche im Bereich das Dorfgemeinschaftshauses „Erwringer Scheier“ und des angrenzenden Festplatzes beantragt mit dem Ziel, der Förderung und Unterstützung  der biologischen Vielfalt durch innerörtliche Blühflächen mit ökologisch wertvoller Artenzusammensetzung (Bienen- und Insektenweide) zur Verbesserung der dorfökologischen Verhältnisse bei gleichzeitiger Steigerung der Attraktivität des Ortsbildes.“ Wie Jost weiter ausführte, soll mit der Zuwendung die Anlage eines reichhaltigen Blühhorizontes regionaltypischer und standortgerechter Arten erreicht werden, der insbesondere der Honigbiene, aber auch Wildbienen und andere Insektenarten als Wirts-, Nahrungs- oder Schutzhabitat dienen soll. Darüber hinaus ziele die Gestaltung auf ein attraktives Ortsbild und das Erreichen einer ökologischen Wirkung. „Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine exponierte Fläche inmitten des Ortsteils Erbringen. Bei einer Blühfläche, die zu 90% aus Blumen und 10% aus Gräsern bestehen wird, soll insbesondere  die Ansprüche von Wildbienen und Schmetterlingen an Trachtpflanzen berücksichtigt werden. Die zugehörigen Untergräser dienen als Futterpflanzen wie etwa für Schmetterlingsraupen. Es handelt sich um eine Mischung aus schnell blühenden einjährigen Arten, die dann durch ausdauernde, mehrjährige Arten ersetzt werden. Die Fläche wird nur jährlich, und zwar im Spätherbst, gemäht. Die Blühfläche wird ergänzt durch das Anlegen einer Obstwiese mit neun verschiedenen Apfelbaumarten sowie einem großen Insektenhotel mit Informationstafel und einer Sitzgelegenheit“, erläuterte Minister Jost die Maßnahme. Er wies darauf hin, dass die von der Gemeinde Beckingen zu erbringenden Eigenleistungen in Höhe von 933,60 Euro zur Umsetzung des Vorhabens unter anderem durch ehrenamtliche Helfer des Erbringer Obst- und Gartenbauvereins unterstützend erbracht werden. Bürgermeister Collmann und Ortsvorsteher Schwinn bedankten sich herzlich bei Minister Jost für die bewilligte Zuwendung. Der Bürgermeister unterstrich dabei das lobenswerte Engagement der Erbringer Bürger und des OGV. Der Ortsvorsteher zeigte sich sehr erfreut und bezeichnete das Vorhaben als eine gute Sache. Solche Maßnahmen stärkten auch den  Zusammenhalt der Vereine. Das Pflanzen der Obstbäume soll noch in diesem Jahr erfolgen. Lobende Worte fand auch OGV-, Gemeinderats- und Ortsratsmitglied Monika Lambert Debong, die auch hauptamtliche Geschäftsführerin des Verbandes der Obst- und Gartenbauvereine ist. Sie erläuterte das Projekt wie folgt:

Bei der Erwringer Scheier soll eine Obstwiese entstehen. Die Idee dazu hatte der OGV Erbringen schon länger, denn die Fläche neben der im Bauernhausstil erbauten Erwringer Scheider bietet sich als Obstwiese geradezu an. In unseren Dörfern gab es immer Obstwiesen. Freie Flächen wurden traditionell als Selbstvorsorgergarten oder Obstwiese genutzt. Diese Tradition soll wieder aufgegriffen werden und gleichzeitig soll natürlich ein Beitrag zur Erhaltung der für unsere Region typischen Streuobstwiesen geleistet werden. An der Erwringer Scheier werden neun hochstämmige Apfelbäume gepflanzt. Vorwiegend werden es Mostobstsorten sein, damit später schmackhafter Apfelsaft oder ein leckerer Erbringer Apfelbrand hergestellt werden können. Neben der Obstwiese wird eine kleine Blumenwiese mit einjährigen und mehrjährigen Blühpflanzen entstehen, damit Bestäuber wie Bienen und Hummeln angelockt werden und die Obstbäume immer eine reiche Ernte tragen. An der Obstwiese wird auch ein „Hotel“ für Nützlinge errichtet. Es soll Insekten als Herberge dienen und die „Gastfreundschaft“ der Erbringer zum Ausdruck. Eingebettet ist das Projekt des OGV, das vom Ortsrat Erbringen und der Gemeinde Beckingen mitgetragen wird, in das Förderprogramm für Blühflächen des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. „Dieses Programm wurde genau zur richtigen Zeit aufgelegt und so können wir uns alle über einen Zuschuss von fast 2.500 Euro freuen“, betonte sie.

 

 

Foto

 

Übergabe des Zuwendungsbescheides für das Erbringer Förderprojekt. Auf dem Foto (von links): Ortsvorsteher Hubert Schwinn, Gemeinrats-, Ortsrats- und OGV-Mitglied Monika Lambert-Debong, Umwelt- und Verbraucherschutzminister Reinhold Jost, MdL Martina Holzner und Bürgermeister Thomas Collmann.

 

 

Foto/Text: nb