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Mundartnachmittag des Kultur- und Heimatvereins Haustadt begeisterte wieder das Publikum

Auch der diesjährige Mundartnachmittag des Kultur- und Heimatvereins Haustadt (KHV) erfreute sich wieder eines guten Besuchs. Über 100 Gäste kamen in den Saal Urhahn-Adam, wo sie vom ersten Vorsitzenden Paul Remmel begrüßt wurden. Vereinsmitglied Friedel Brack führte dann in lockerer Art durch die Veranstaltung, zu der traditionell auch Kaffee und Kuchen gehörten.

Mundartnachmittag des Kultur- und Heimatvereins Haustadt begeisterte wieder das Publikum

Gruppenfoto der Mitwirkenden mit dem ersten Vorsitzenden Paul Remmel (links) und der Moderatorin Friedel Brack (rechts).

 Das Programm eröffnete dann Klaus Schneider aus Saarbrücken, der  mit seiner „Quetschkommode“ (Akkordeon) und Gesang das Publikum einstimmte, unter anderem mit Erinnerungen an die Kindheit als man noch Indianer gespielt hat und in der Schule noch für`s schwätzen den Hosenboden versohlt bekam. „Dass wor än scheene klore Zeit“, befand er. Die in Kastel aufgewachsene und in Nalbach lebende Mundartautorin Birgit Klein brachte Geschichten aus den Hochwalddörfern, so unter anderem von der abergläubigen Bevölkerung und wie das kleine Brüderchen im Puddelgrawen feststeckte. Die gebürtige Haustadterin und nun in  Rissenthal wohnhafte Heimatdichterin Rosemarie Lehnen erinnerte an die Geschichte ihres  Geburtsortes, der lange Sitz des Bürgermeisteramtes Haustadt war, auch an  vieles schon in Vergessenheit geratenes und an die Namen etlicher Haustadter Kinder, die mit ihr (Jahrgang 1942) in dem Dorf, das damals noch eine andere Prägung hatte, zusammen gespielt haben. Eine interessante und lustige Vorstellung boten auch wiederum die Haustadter Eigengewächse Michael Kiefer, der zuvor die saarländische Nationalhymne präsentierte, und Ilka Theis mit ihrem weithin bekannten und beliebten Auftritt als „Lussi´s kleine Bühne“. Ihre Themen waren unter anderem das Ende der Sommerzeit verbunden mit dem Umstellen der Uhren, was bei der Eieruhr mehr oder weniger Sand bedeute, die Bildung der neuen Jamaika-Regierung mit der Erfahrung von Annegret Kramp-Karrenbauer wie man diese kaputt macht, eine Nachlese zu den Wahlsprüchen sowie den Vorstandswahlen des KHV. In gekonnter Manier berichtete Irmgard Diwersy aus Bachem in der ihr angeborenen Mundart vom Treiben ihrer Kinder bei  einer Zugfahrt nach Saarbrücken, vom Wurstverbot an Freitagen und vom Opa, der mit 75 noch seine Naupen bekam. Natürlich war auch Mundartdichter Hans-Peter Spelz aus dem Nachbarort Honzrath wieder mit von der Partie und befasste sich mit Themen wie  „Et erschde Mol met em Fahrrad em Wald on de erschde Zigarett em Lewen“, der Entwicklung der Frau, der Flemm, dem alten Depp und anderen. Das Ende des Bergbaues und was dabei so mit erlebt wurde, die  Aufklärung durch die Freundin oder auch die Entscheidung, ob mer de Oma dumm sterben lassen soll, schilderte die Saarlouiser Mundartdichterin  Karin Peter. In Burbacher Dialekt trug Klaus Schneider abschließend das Gedicht „Des Sängers Fluch“ nebst anderem vor. Moderatorin Brack bedankte sich bei allen Mitwirkenden sowie Techniker Frank Schneider. Der Vorsitzende Remmel überreichte als Anerkennung jeweils ein Präsent.

 

FOTO/Text: nb