Artikelaktionen

Goldener Renntag für heimische Besitzertrainer mit Besucherrekord 7000 Besucher auf der Heiderennbahn

Amazone Sonja Daroszewski gewinnt zum zweiten Mal den großen Honzrather Hindernispreis des Saarlandes in Folge mit „Interior Minister“: HONZRATH (pp). Besucherrekord auf der Honzrather Heiderennbahn. 7000 Besucher ließen zur 34. Auflage des Honzrather Galopprenntages die Honzrather Heiderennbahn einmal mehr zum Mekka aller Freunde des Galopprennsports werden. Bei strahlendem Sonnenschein und einem vom Reit-und Rennverein hervorragend präparierten Geläuf auf der Honzer Heide ging mit sieben Flachrennen und dem Top-Event, dem „Großen Hindernispreis des Saarlandes“ ein wahrer Bilderbuchrenntag über die Bühne. Auf der Sandbahn in Honzrath, einer Naturrennbahn mit Berg-und Talverlauf, konnten sich vor allem die heimischen Besitzertrainer gegen starke deutschlandweite und internationale Konkurrenz durchsetzen.

Goldener Renntag für heimische Besitzertrainer mit Besucherrekord 7000 Besucher auf der Heiderennbahn

Mit großen Sprüngen zum Sieg: Sonja Daroszewski, hier noch an zweiter Position, siegte „sicher“ mit „Interior Minister“ im „Großen Hindernispreis des Saarlandes“ vor „Abu Shaakir“, der hier mit Markus Wenz im Sattel noch von ganz hinten kommt.

Den Anfang machte Matthias Schwinn, für den sich im Lotto-Preis der vierjährige Wallach „Baker-Street“ mit Eva Maria Herresthal im Sattel durchsetzte. Für den Besitzertrainer aus Honzrath war es der dritte Saisontreffer. Im Preis der Sparda Bank Südwest über 1100 Meter für die Sprinter unter den Vollblütern, der sogenannenten „Fliegerdistanz“, war dann die Wahlhonzratherin Selina Ehl auf „Hurrycane Harry“ nicht zu stoppen. Sie ritt ihr eigenes Pferd in Personalunion als Besitzerin, Trainerin und Reiterin und freute sich mit dem 7jährigen Wallach über ihren vierten Jahressieg. Im Finallauf zum 26. Wettstar-Turf-Championat Südwest sorgte Selina Ehl dann mit „Noble Fighter“, im Besitz und trainiert von Hans-Peter Rosport aus Lebach erneut für Schlagzeilen als „Dream-Team“. Der achtjährige Wallach machte seinen Namen alle Ehre und erwies sich als großer Kämpfer. Seine außergewöhnliche Leistung, nachdem es zunächst gar nicht nach einem Sieg aussah, konnten die zahlreichen Zuschauer bei einer rasanten Aufholjagd ab der Gegengeraden mitverfolgen. Den Schwung bergab nahm das Duo durch den langgezogenen Schlussbogen mit auf die bergauf verlaufende Zielgerade und siegte „überlegen“ mit einem fantastischen Endspurt. „Es sah aus, als würde das Feld hintendran stehenbleiben“, ging ein Raunen durch die Zuschauermenge. Für das Duo Ehl-Nobel Fighter war das der fünfte Erfolg in Folge in Honzrath. „Wir sind hier auf dieser Bahn bislang ungeschlagen“, freute sich die Reiterin und Besitzer Rosport über  seinen zweiten  Saisontreffer.  Nach diesem Finallauf zum Turf-Championat Südwest stand als Gesamtsieger Fabian Xaver Weißmeier mit 26 Punkten fest. Aber auch der amtierende Champion der Besitzertrainer, Lucien W. J van der Meulen ging in Honzrath nicht leer aus. Den Preis der Firma Fertigbau Laux, ein Verkaufsrennen, gewann die fünfjährige Stute „Ossiline“ mit Rens P. Verberkt im Sattel für van der Meulen, der sich über seinen 25. Jahrestreffer freuen konnte.

Mit fünf Pferden am Start ging es schließlich beim Top-Event , dem einzigen Jagdrennen, das derzeit im Saarland noch ausgetragen wird, auf die 3400 Meter lange Strecke, die mit 12 Jagdsprüngen bestückt ist. Neben Champion Trainer Christian v.d. Recke, mit zwei Pferden am Start, darunter dem letztjährigen Sieger im Honzrather Jagdrennen, dem achtjährigen Wallach „Interior Minister“ und seiner bewährten Reiterin Sonja Daroszewski, hatten auch die heimische Besitzertrainerin  Eva Herresthal ihren erfahrenen „Jupiter“, geritten von Lukas Sloup sowie der Erbringer Uwe Schwinn zwei Pferde als Debutanten, am Start. Für Trainer Uwe Schwinn absolvierten der sechsjährige Wallach „Polarstern“ mit D. Declercq im Sattel sowie „Abu Shaakir“, vierjähriger Wallach mit Markus Wenz im Sattel, in Honzrath ihr allererstes Jagdrennen überhaupt. Die Zuschauer verfolgten  die mächtigen Sprünge der fünf Pferde über die Naturhindernisse und erlebten, wie die 26jährige Sonja Daroszewski ihren im Vorjahr errungenen Titel verteidigte und mit ihrem „Interior Minister“ als erste ins Ziel galoppierte. Für Uwe Schwinn war es ein toller Erfolg, dass sein Debütant  „Abu Shaakir“ mit Markus Wenz hier als zweiter ins Ziel kam vor „Jupiter“ von Eva Herresthal mit Lukas Sloup als Reiter. „Beide Debütanten kamen gut ins Ziel und erwiesen sich als sprungsicher. Jetzt gilt es  die Pferde zu Routiniers weiter aufzubauen“, freute sich Uwe Schwinn, der in den 70er und 80er Jahren erfolgreich selbst als Hürdenreiter auf vielen Rennbahnen unterwegs war. Das letzte Rennen des Tages gewann Felix Xaver Weißmeier dann auf „Grimbeau“ für Trainer Pavel Vovcenko.

Da beim Reit und Rennverein Honzrath die Jugendarbeit seit vielen Jahren groß geschrieben wird, wurde diesmal auch der Finallauf zum Wettstar Junior-Cup Südwest ausgetragen. Hier setzte sich die 19jährige Chiara Kehrer auf „Peseta“ durch. Nach 10 Wertungsläufen stand damit als Gesamtsiegerin Rebekka Wagner mit 51 Punkten fest, die beim Finallauf in Honzrath auf Bombelli Zweite wurde. Das Ehemaligenrennen gewann Andrea Diana Mayer auf „Octavian“ für Trainer Pavel Vovcenko.

Thomas Schwinn sen., erster Vorsitzende des RRV Honzrath, zog am Ende der Veranstaltung eine positive Bilanz: „Das Wetter spielte mit, die Zuschauer kamen zahlreich und erlebten harmonische Rennverläufe bei ausgelassener Volksfeststimmung“. Sein Dank galt allen Sponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchführbar wäre sowie allen Helfern vor und hinter den Kulissen.

 

Fotos/Text: /pp Patricia Pitzius

 

Siegerehrung zum „Großen Hindernispreis des Saarlandes“ mit Überreichung der Ehrenpreise an die siegreiche Amazone Sonja Daroszewski und Champion Trainer Christian v. d. Recke. 
Mit großen Sprüngen zum Sieg: Sonja Daroszewski, hier noch an zweiter Position, siegte „sicher“ mit „Interior Minister“ im „Großen Hindernispreis des Saarlandes“ vor  „Abu Shaakir“, der hier  mit Markus Wenz im Sattel noch von ganz hinten kommt, und „Jupiter“, der hier mit seinem Reiter mit Lukas Sloup noch als erster über den Sprung geht.