Artikelaktionen

KiTa St. Andreas Reimsbach feierte mit einem tollen Fest sein 60jähriges Jubiläum

Der Kindergarten (heute KiTa) St. Andreas Reimsbach beging mit einem gelungenen Fest sein 60jähriges Jubiläum. Zu Beginn hatte Pastor Wolfgang Goebel zu einem kindgerechten Wortgottesdienst in die Pfarrkirche eingeladen. Anschließend wurde in der Mehrzweckhalle bei guter Stimmung ordentlich gefeiert. Gudrun Frischmuth, seit nunmehr vier Jahren Leiterin, hieß die Kinder, deren Eltern und weiteren Angehörigen willkommen.

KiTa St. Andreas Reimsbach feierte mit einem tollen Fest sein 60jähriges Jubiläum

1) Musiktheater-Vorstellung der Kinder „Frederick und seine Mäusefreunde“

 Als Gäste begrüßte sie besonders Bürgermeister Thomas Collmann, Ortsvorsteher Jürgen Dörholt, Pastor Wolfgang Goebel, Julia Selzer, Assistentin der Geschäftsführung des Trägers,  Katholische KiTa-Gmbh Saarland, die zuständige Gesamtleiterin Helga Bourgeois und andere. Leiterin Frischmuth ging in ihrer Rede auf die Geschichte und die Entwicklung des Reimsbacher Kindergartens (siehe Info) ein. Der Grund für das Jubiläum sei die offizielle Eröffnung des Kindergartens in Trägerschaft der Kirchengemeinde und unter Leitung von dort ansässigen Salvatorianerinnen vor 60 Jahren am 6. Oktober 1957. 1995 zog der Kindergarten in das ehemalige Grundschulgebäude um. Der Wechsel in die Trägerschaft der  KiTa-GmbH erfolgte 2010. „Vieles ist in den 60 und mehr Jahren geschehen, vieles hat sich verändert und weiterentwickelt.  Grundlegendste Veränderung in jüngster Zeit war sicherlich die Einrichtung von Tages- und Krippenplätzen, wodurch sich das gemeinsame Leben und Miteinander verändert hat. Dies wird besonders deutlich an der Gestaltung des Alltags. Kinder entscheiden mit, wie sie ihr Leben in der KiTa gestalten wollen. Sie werden beteiligt an alltäglichen Entscheidungen und Aufgaben“, sagte die Leiterin.  Jedoch nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern sind nach ihrer Aussage aufgefordert, sich am gemeinsamen Leben in der KiTa zu beteiligen, was im Elternausschuss, im Förderverein und täglichen Miteinander sichtbar werde.  Bürgermeister Thomas Collmann betonte, dass ihm die Kindergärten in der Gemeinde sehr am Herzen liegen und er daher gerne die Schirmherrschaft übernommen habe. „Die KiTa Reimsbach ist heute eine moderne Einrichtung“, stellte er fest und bedankte sich namens der Gemeinde Beckingen bei der Leiterin und Mitarbeiterinnen, auf die viele administrative Aufgaben hinzugekommen seien. Dankesworte übermittelte auch Ortsvorsteher Jürgen Dörholt. „Es hat sich viel verändert“, stellte er fest. Die sehr gut geförderten Kinder zeigten  wichtige   Eigenschaften wie Toleranz, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit. Assistentin Selzer gratulierte namens der Geschäftsführung der KiTa-GmbH zu dem Fest. „Man kann nicht genau sagen, wie viele Kinder den Kindergarten Reimsbach bisher besucht haben, aber es dürften zwischen 1000 und 1200 gewesen sein“, erklärte Selzer und unterstrich die gute Zusammenarbeit. Die Erziehung der Kinder solle keine Konkurrenz zum Elternhaus sein, sondern dessen originäre Aufgabe. Dann hieß es Bühne frei für die Kinder zu ihrem tollen Musiktheater „Frederick und seine Mäusefreunde“ aus dem Bilderbuchklassiker mit der Aussagekraft „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Lebensglück braucht mehr, braucht lichte, farbige  und wortreiche Erlebnisse, die Sinnhorizonte liefern und Gemeinschaft stiften“.  Zum weiteren Programm trugen der Jongleur, Artist und Clown Christian Dirr, das Gemeindeschülerorchester, ein Workshop zum Thema „Forschen“, Kinderschminken, ein Luftballonwettbewerb und das Drehen am Glücksrad  bei. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Besonderer Dank galt dem Elternausschuss und Förderverein sowie der Katholischen Frauengemeinschaft für die gute Bewirtung.

 

Zum Kindergarten Reimsbach: Nach mündlichen Überlieferungen soll es bereits in den 1930er Jahren in Reimsbach eine Kinderbetreuung mit Sitz im Zollhaus gegeben haben. Auch nach dem zweiten Weltkrieg gab es wieder eine solche Betreuung in der heutigen Reimsbacher Straße. Als im Jahre 1950 aufgrund von Bemühungen des damaligen Pastors Hubert Zimmer sechs Salvatorianerinnen-Schwestern in das Haus Werding nach Reimsbach kamen, begannen diese ihr segensreiches Wirken in der ambulanten Krankenpflege,  mit einer Nähschule und einem Kindergarten. Der Kindergarten befand sich zunächst  1951  in einem Raum der Gastwirtschaft „Hubertus Schenke“ der Familie Puhl. Im Sommer 1952 zog er dann in eine ehemalige RAD-Baracke auf der Alm um. Danach wurde das ehemalige Schulgebäude in der Reimsbacher Straße von der Kirchengemeinde erworben und zu einem Schwesternhaus mit Kindergarten, ambulanter Pflegestation, Nähschule und Jugendtreff umgebaut. Der offizielle Einzug war der 6. Oktober 1957, den der Kindergarten nun 60 Jahre später mit einem Fest beging. Der Umzug in das frühere Grundschulgebäude auf der Plätsch und Übergang der Leitung von den Ordensschwestern zur zivilen Leitung erfolgte im Jahre 1995.

 

Fotos:

 

1)            Musiktheater-Vorstellung der Kinder „Frederick und seine Mäusefreunde“

2)            Auch Clown Christian Dirr begeisterte

3)            Am Schminktisch