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Soforthilfe an Hochwassergeschädigte ausgezahlt

Umfangreiche Arbeiten durch den Baubetriebshof am Kondelerbach in der Dillinger Straße Am 11. Juni 2018 waren einige Gebiete im Landkreis Merzig-Wadern stark von einem Unwetter betroffen. Es entstanden teilweise große Schäden. Unter anderem musste sogar der Löschzug Wasserversorgung mit fünf Fahrzeugen aus den Löschbezirken Beckingen, Düppenweiler, Haustadt und Reimsbach sich auf den Weg machen, um der Feuerwehr Wadern beim Auspumpen von mehreren Kellern zu helfen. Auch in der Gemeinde Beckingen hielten zahlreiche Unwettereinsätze die Feuerwehr Beckingen auf Trab. Die Koordination der gemeindeweiten Einsätze erfolgte über die eingerichtete Technische Einsatzleitung im Beckinger Gerätehaus.

Soforthilfe an Hochwassergeschädigte ausgezahlt

Bürgermeister Collmann im Gespräch mit Betroffenen in der Dillinger Straße in Beckingen. Dabei waren auch die Antragsformulare von Gemeindemitarbeitern übergeben worden.

Nach dem ersten Alarm im Löschbezirk Reimsbach wegen vollgelaufener Keller wurde auch der Löschbezirk Düppenweiler alarmiert, ebenfalls wegen mehrerer vollgelaufener Keller. Später folgten weitere Einsätze für die Löschbezirke Haustadt, Hargarten, Erbringen und Düppenweiler. Vollalarm hieß es aber schließlich für die Löschbezirke Beckingen, Saarfels, Haustadt und Düppenweiler, denn fast alle Gebäude in der Dillinger Straße zwischen Keltenweg und dem Ortausgang im Gemeindebezirk Beckingen standen unter Wasser. Die Keller mussten bis in die späte Nacht hinein leer gepumpt werden. Auch der aus Wadern zurückgekehrte Löschzug-Wasser kam in der Dillinger Straße zum Einsatz. Auf dem Gelände des Gemeindebetriebsbauhofs wurden durch die Löschbezirke Reimsbach und Erbringen  Sandsäcke gefüllt. Auch einige Mitarbeiter des Gemeindebauhofes waren mit eingebunden und unterstützen die Feuerwehr und die Hausbesitzer. Schließlich rückte der Verpflegungszug  des DRK Reimsbach-Oppen-Erbringen an um die Einsatzkräfte mit Essen und Getränken zu versorgen. Zwischenzeitlich ließ es sich auch Bürgermeister Thomas Collmann nicht nehmen, sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Gegen halb drei in der Nacht konnten die letzten Einsatzkräfte dann ihre Einsatzstellen verlassen.

 

Um die Betroffenen zügig zu unterstützen, hatte das Land ein Maßnahmepaket mit verschiedenen Hilfen für die Opfer des Hochwassers vom 11. Juni 2018 beschlossen. Als besonders betroffene Gebiete im Landkreis Merzig-Wadern wurden die Gemeinde Beckingen, die Stadt Wadern und die Gemeinde Weiskirchen benannt. Bürger dieser Kommunen konnten Unterstützung beantragen. So wurde für Betroffene, die einen Schaden über 5000 Euro erlitten haben und die durch die Unwetterereignisse in eine existenzgefährdende Lage kamen, eine Soforthilfe in Höhe von 1.500 Euro pro betroffenem Haushalt gewährt. Darüber hinaus wurden weitere Finanzhilfen sowie Zinsverbilligungszuschüsse, die allerdings an bestimmte weitere Bedingungen geknüpft sind, in Aussicht gestellt.

 

Beim Landkreis Merzig-Wadern, in den Rathäusern der betroffenen Kommunen, im Landratsamt und in der Außenstelle Wadern des Amtes für soziale Angelegenheiten konnten die Formulare abgeholt und ausgefüllt abgegeben werden.  Informationen und Anträge wurden beim Landkreis auch zum Download abgelegt. Der Landkreis hatte darüber hinaus eine Emailadresse hochwasserhilfe@merzig-wadern.de eingerichtet. Die Rathäuser leiteten die ausgefüllten Anträge umgehend an den Landkreis weiter.

 

In der Gemeinde Beckingen wurden 24 Anträge gestellt, 20 davon aus der Dillinger Straße, 4 aus anderen Gemeindebezirken. Aufgrund der Zustimmung des Gemeinderates wurde inzwischen an alle Geschädigten eine Soforthilfe von 1500 Euro zur Beseitigung der Hochwasserschäden gezahlt. Die Finanzierung der Mittel erfolgte über Landes-, Kreis- und Gemeindemittel, wobei sich von allen Seiten bemüht wurde, die Soforthilfe schnell und unbürokratisch abzuwickeln. Aus diesem Grunde wurden durch die Verwaltung die Förderanträge der Geschädigten in der Dillinger Straße vor Ort ausgehändigt und später wieder eingesammelt und bei der Bewilligungsbehörde abgegeben. Dietmar Minas, Leiter des Amts für Bauwesen, Liegenschaften und Wirtschaftsförderung bei der Gemeinde Beckingen und Gemeindemitarbeiter Manuel Beck waren mit Bürgermeister Thomas Collmann, dem Ersten Gemeindebeigeordneten Thomas Ackermann, den Ortsvorstehern Dieter Hofmann (Beckingen) und Jürgen Dörholt (Reimsbach) sowie Dagmar Ensch-Engel (MdL) vor Ort in der Dillinger Straße um sich im Gespräch mit den Betroffenen zu informieren und die Formulare auszuhändigen.

 

Zur Beseitigung der Hochwasserschäden im Bereich des Bachlaufs (Kondelerbach) in der Dillinger Straße wurden umfangreiche Arbeiten durch die Mitarbeiter des Baubetriebshofes der Gemeinde Beckingen durchgeführt. Hier ist überschlägig mit Kosten von rund 30.000 Euro zu rechnen.

Wie Bauhofleiter Stefan Adam erklärte, kam es durch die starken Regenfälle durch Sedimentation (Sandablagerungen) und Abbrüche vom Ufer zu einer Verengung des Bachbetts und somit auch des Bachlaufs. Mitarbeiter des Bauhofs entfernten die Sedimente und den Bewuchs wie Bäume, Äste, Büsche und Sträucher am Ufer des Baches, so dass dieser jetzt wieder breiter und somit auch wieder schneller fließen kann. Ebenfalls wurde der Sandfang im Vorfeld/Nähe TÜV, der ohnehin regelmäßig gelehrt wird, in diesem Zusammenhang ebenfalls gelehrt. 

 

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Bürgermeister Thomas Collmann, hier im Gespräch mit den Betroffen, begab sich mit dem Ersten Gemeindebeigeordneten Thomas Ackermann, den Ortsvorstehern Dieter Hofmann (Beckingen) und Jürgen Dörholt (Reimsbach), Dagmar Ensch-Engel (MdL)  sowie Dietmar Minas, dem Leiter des Amts für Bauwesen, Liegenschaften und Wirtschaftsförderung bei der Gemeinde Beckingen und Gemeindemitarbeiter Manuel Beck vor Ort in die Dillinger Straße um sich zu informieren und die Formulare auszuhändigen.

 Foto/Text: Gemeinde Beckingen