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Weiden-Schacht

Kopf ohne Pfeil

Weiden-Schacht

Weiden-Schacht kleinDieser Schacht wird im Plan von ODELIN (1787, 1. Riss) als „Puits large ou grand Puits“, übertragen etwa „Weiter Schacht“ oder „Großer Schacht“, bezeichnet. In dem 2. Riss wird er als „Weiden Schacht“ und als „Grand Puits“, was als „Hauptschacht“ gedeutet werden kann, erwähnt. Im Riss von ERDMENGER (1818) ist er als „3. Lichtloch“ gekennzeichnet. Die Pläne der DILLINGER HÜTTE (1824 bis 1828 und 1914/15) benennen den Schacht mit „Schacht A“.

Der Schacht steht direkt über der Stollenstrecke und war bei Erreichen im Jahr 1996 durch starken Holzausbau (Türstöcke aus Rundholz und Balkenverzug) im Streckenbereich verbaut. Ein Abteufen des alten, verfüllten Schachtes war weder für die Aufwältigungsarbeiten noch für den Besucherbetrieb notwendig, so dass im Jahre 1996 lediglich über Tage der ehemalige Standort des Schachtes mit dem Ausbau des Schachtkopfes und einer Schachtüberdachung markiert wurde.

Den Streckenverlauf des Wasserführungsstollens (Hauptstollen) kann man sich in etwa vom Hauptabbaugebiet am Linsenberg kommend, entlang dem Maschinenschacht in fast gerader Linie zum Weidenschacht (Standort) vorstellen. Hier schwenkt die Strecke leicht nach links, unterquert die Straße in einem Winkel von ca. 45°, knickt dann nach rechts ab und verläuft parallel der gegenüberliegenden Straßenseite zum Hauzeur-Schacht. Dort knickt der Stollen wieder nach rechts ab, um dann unter nochmaligem Unterqueren der Straße in fast gerader Linie zum Hütten-Schacht und von dort schließlich zum Mundloch zu gelangen.