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Litermont-Sagenweg

– das Litermontgebiet von seiner wild-romantischen Seite erleben.

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ValentinuskapelleSagenhaft, magisch und irgendwie ein bisschen verwunschen wirkt der Litermont-Sagenweg, der wild-romantische rd. 17,5 Kilometer lange Premiumwanderweg der Gemeinde Beckingen. Dieser Rundwanderweg führt auf Natur belassenen Wegen und schmalen, schattigen Pfaden, durch dichte, unberührte Wälder, weite Landschaften, offene Felder, sattgrüne Wiesen und Viehkoppeln, über Stege und durch tiefe Schluchten zu sagenhaften Stätten und Plätzen. Er bietet dem Wanderer daneben die Möglichkeit, sich über die geschichtlichen und geologischen Eigenheiten sowie die Sagenwelt der Litermont-Region zu informieren.

Der Weg wurde im Oktober 2010 vom deutschen Wanderinstitut mit 60 Punkten bewertet.

Markante Stationen und Abschnitte bilden herrliche Aussichten, wie beispielsweise auf dem zum Litermontmassiv gehörenden Hinteren Wehlenberg oder auf dem Weltersberg, sowie das idyllische und naturbelassene Kondelerbachtal mit seiner urwüchsigen Sumpflandlandschaft, dem Dasselter Stein, einer geheimnisvollen Buntsandsteinformation, und der Dasselter SteinMargaretenhöhle, beeindruckende Naturdenkmäler wie der Graue Stein, eine imposante Felsformation aus Quarzporphyr, im Volksmund auch als Druidenstein bezeichnet, die alte Linde bei Haustadt oder die über 200 Jahre alte Buche in der in vollkommener Abgeschiedenheit gelegenen, engen und unheimlichen Vogelgrät, die altehrwürdige, malerisch-anmutige Valentinuskapelle des im 30jährigen Krieg zerstörten Töpferdorfes Oberweiler, das mit uraltem Baumbestand ausgestattete Waldgebiet Homerich und die Haustadter Weiher im beschaulichen Helleschterbachtal, der wie verwunschen wirkende, einsam und verlassen gelegene Steinbruch im Loch mit der nachgebildeten „Benderschen Schanz“ aus der Zeit des 1. Koalitionskrieges, der idyllisch und in stiller Waldeinsamkeit gelegene, früher von Villeroy & Boch genutzte, große Steinbruch in der „Herchenbach“, die imposante über den kleineren Steinbruch führende Herchenbachstiege, der abenteuerlich anmutende Saugrätsteig sowie ein nachgebildetes vorgeschichtliches Hügelgrab.

 

So manches ist fast vergessen, anderes nicht auf den ersten Blick zu erkennen, doch darüber informieren Infotafeln. Sie erzählen dem Wanderer einiges über die rund um den Litermont anzutreffenden Sagen und geben darüber hinaus Auskunft über historische Begebenheiten und geologische Besonderheiten entlang der Strecke. Sie sind Teil eines Konzeptes, das sich dem Wanderer unter dem Leitsatz „Landschaft – Geschichte – besondere Orte“ als dezent inszenierte Kulturgeschichte oder „Museum in der Landschaft“ darstellt.

 

Grauer SteinEinstiegs- und gleichzeitig auch Einkehrmöglichkeiten gibt es beim Historischen Kupferbergwerk Düppenweiler, wo das Übertagegelände des Bergwerks mit Bergwerkskapelle, Schachtgebäuden, Ausgrabungen und weiteren überirdischen Bergwerksanlagen im Verlauf der Wanderung mit besichtigt werden kann, am Wanderparkplatz bei Margret’s Bauernstube am Grauen Stein auf dem Litermont, beim Landgasthof Wilscheider Hof sowie an der Mosbachhütte an der Landstraße zwischen Düppenweiler und Beckingen. Parkplätze sind überall in ausreichender Zahl vorhanden.

 

 

Profil:

Die Strecke ist 17,5 Kilometer lang und wegen einiger Steigungen als mittelschwer einzustufen, wobei insgesamt 574 Höhenmeter zu bewältigen sind. Höchste Punkte sind der Hintere Wehlenberg mit 381 m sowie der Weltersberg mit 371 m Höhe. Tiefste Punkte sind das Helleschterbach-Tal mit 197 Metern und das Kondelerbach-Tal mit 207 Metern Höhe. Ein besonderer Reiz des Weges ist der häufige Wechsel zwischen offenen und geschlossenen Landschaftsformationen.
Für den Weg sollte man einschließlich Pausen 5 bis 6 Stunden einplanen.

 

Gastronomie und Übernachtung (Ü):

Landgasthaus Wilscheider Hof in Düppenweiler, Tel. 06832/441 (Ü)

 

 

 

Wegebeschreibung:

Wegplan kleinWir beginnen unsere sagenhafte Wanderung am Historischen Kupferbergwerk Düppenweiler am Ende der Piesbacher Straße. Eine kleine Treppe mit Holzgeländer direkt am Huthaus führt auf einen Pfad, der uns zunächst zum Übertagegelände des Besucherbergwerkes bringt. Hier beginnt der eigentliche Wanderweg. Den neuen Barbaraschacht, die Ausgrabungsstätte eines Pferdegöpels und die Fundamente einer alten Dampfmaschine rechterhand liegen lassend, folgen wir wieder über einige Stufen dem ersten steilen Anstieg hinauf zum Weltersberg. Eine Infotafel gibt unterwegs Auskunft über die geologischen Besonderheiten. Mit immerhin 371 m Höhe hat man hier einen herrlichen Ausblick über Düppenweiler und die Merchinger Muschelkalkplatte.

Schöne Aussichten

Nach einigen hundert Metern auf Natur belassener Wegstrecke gelangen wir auf einen Waldpfad, dem wir einige Hundert m bergab folgen. Wir überqueren einen Teerweg und erreichen wieder über einen schmalen Waldpfad nach etwa 400 m die Vogelgrät. Nach Durchquerung dieser Schlucht führt der Weg uns zu einer 200 Jahre alten Buche und wieder heraus aus dem Wald. Entlang der Eierwiese im Friedwald erreichen wir einen Holzsteg, durchqueren Holzschikanen und durchwandern eine Viehkoppel. Wenig später führt ein kleiner Holzsteg über einen Bach und wir erreichen kurz darauf die Valentinuskapelle. 200 Meter weiter informiert eine Infotafel über das Alte Dorf Oberweiler, die ehemalige Richtstätte und die mittelalterliche Töpferei, von der der Ort Düppenweiler seinen Namen ableitet. Wir biegen rechts ab und erreichen nach etwa einem Kilometer, zuvor geht es erneut über eine Viehkoppel, den Wilscheider Hof. Von dort folgen wir einem breiteren Weg über Wiesen und entlang Feldern, überqueren eine Landstraße und erreichen das Waldgebiet des Meerwaldes und des Homerich. Pfade durch Viehkoppelnden dichten Wald und ein gut begehbarer Waldweg im Wechsel führen uns gut 1,5 Kilometer durch eines der schönsten Waldgebiete der Gemeinde Beckingen. Wir passieren die Stelle, an der einst einer Sage nach ein „Schimmel ohne Kopf“ Viehhirten in Schrecken versetzte und erreichen die Haustadter Weiher, in denen bis heute noch der Sage nach „Schwedenschätze“ ruhen, und das Helleschterbachtal. Durch dieses gelangen wir nach gut 1 km zu einem weiteren Naturdenkmal, einer 200 Jahre alten Linde. Wir folgen einem entlang der Straße verlaufenden Gehweg cirka 150 Meter und biegen dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf einen Feldweg ein, der uns zu der im Wald gelegenen Mosbachhütte bringt.

 

Diese Schützhütte mit Bänken lädt zum Picknick ein, bevor wir uns auf einem Pfad durch dichten Wald über „13 Buchen“ in Richtung Kondelerbachtal und Dasselter Stein begeben, den wir nach ca. 2 km erreicht haben. Zuvor haben wir noch Gelegenheit zum Wassertreten im idyllischen Bachverlauf und uns in die geheimnisvolle Margarethenhöhle vorzuwagen. Die Einladung zum Picknick an einem schattigen Plätzchen,Dasselter Stein am Fuß des Dasselter Steines, einer beeindruckenden Bundsandstein-Formation, nehmen wir gerne an, bevor wir über Pfade und Meter hohe Farnwälder dem plätschernden Bachverlauf weiter folgen. Nach einigen 100 Metern biegen wir rechts ab, folgen einem breiten Waldweg, biegen kurze Zeit später links ab und wandern über einen Pfad und sich am Hang entlang ziehende Serpentinen durch dichten Wald einen steilen Hang hinunter. Nach der Überquerung eines Baches über Trittsteine befinden wir uns unvermittelt im „Steinbruch im Loch“, der mit seinen hohen Felswänden beeindruckt. Über die Geologie und Historisches wie die „Bendersche Schanz“ informiert eine Infotafel. Von hier aus geht es wieder über den bereits zuvor überquerten Bach und über gewundene Serpentinen nach Verlassen des Waldes über offenes Gelände in Richtung Litermontmassiv. Um dieses Bergmassiv ranken sich zahlreiche Sagen um den Wilden Jäger Maldix, aber auch Erzgräbersagen, deren Ursprung auf dem Betrieb des Historischen Kupferbergwerkes beruhen. Kurz hinter der Überquerung der Verbindungsstraße zwischen Düppenweiler und Diefflen weisen eine Infotafel und ein nachgebildetes Hügelgrab auf Funde aus der Vor- und Frühgeschichte hin.

 

Nach ca. 150 m auf einem breiten Forstweg biegen wir rechts auf einen schmalen Pfad durch dichten Wald ein. Wir gelangen zu einer Schutzhütte. Auch hier besteht die Möglichkeit eine Rast einzulegen. Wir steigen wenig später rechter Hand einen sehr steilen und schmalen Pfad etwa 350 Meter durch den Wald hinauf zum Aussichtspunkt „Hinterer Wehlenberg“ in 380 Metern Höhe. Von dort genießt man einen herrlichen Ausblick über den Ort Düppenweiler, den Homerich und im Hintergrund den Höhenzug der Merchinger Muschelkalkplatte. Bei klarem Wetter erkennt man am Horizont die Orte Britten, Bergen und Scheiden. Nach kurzem Abstieg lädt Margret’s Bauernstube zur Rast ein. Wir passieren das Naturdenkmal „Grauer Stein“, eine imposante Felsformation aus Quarzporphyr. Von hier bietet sich ein Abstecher zum nur 400 Meter entfernten Litermontkreuz an, an dem man einen weiten Ausblick über das Primstal, das dahinter liegende Gebiet des Saarkohlenwaldes die Bergehalde Ensdorf, das Saartal und die Siersburg hat. Wir kehren zum Grauen Stein zurück, orientieren uns wieder an den Markierungen des Litermont-Sagenweges und folgen bergab einem schmalen Pfad. Nach 300 m wechseln wir auf einen breiteren Waldweg und folgen diesem nach rechts ca. 100 m. Wir stoßen auf einen imposanten Treppenaufgang, die Herchenbachstiege, und passieren auf ihr einen unterhalb gelegenen Steinbruch und steigen, unmittelbar nachdem wir Wandergruppe Steinbruchdiesen passiert haben und auf einer Baumleiter die letzten Meter hinab gestiegen sind, wieder einige Stufen hinunter auf einen schmalen Steig. Dieser führt uns an der Kante eines weiteren, recht idyllisch gelegenen Steinbruchs, den Villeroy & Boch über 40 Jahre lang zur Feldspatgewinnung genutzt hat, entlang. Wir stoßen schließlich auf einen breiten Weg und folgen diesem etwa 300 m bis zur Piesbacher Straße. Diese überqueren wir, folgen erneut einem Pfad bergauf bis in etwa 330 Metern Höhe die Saugrät beginnt. Der Abstieg über den Saugrätsteig bringt uns zum Übertagegelände des Historischen Kupferbergwerkes Düppenweiler zurück. Nach 17,5 km anstrengender, erlebnisreicher Rundwanderung lädt das gemütliche Huthaus des Kupferbergwerks zum Verweilen ein. Zuvor besteht die Möglichkeit, die müden Füße in der direkt gegenüber dem Huthaus gelegenen schmucken Wassertretanlage wieder auf Trab zu bringen. Und wer es noch schafft, kann sogar noch einen sagenhaften Tauchgang nach Untertage mit der Licht- und Toninstallation „Mystallica“ ins Historische Kupferbergwerk wagen.

 

 

 

Margret’s Bauernstube auf dem Litermont, Tel. 06832/800804

Huthaus am Bergwerk, Tel. 06832/808370