News vom 28.03.2023

Erhard Seger mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille ausgezeichnet


Der Minister für Inneres, Bauen und Sport, Reinhold Jost,  zeichnete kürzlich acht Bürger aus dem Landkreis Merzig-Wadern für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement im Bereich der Kommunalpolitik mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille aus, darunter Erhard Seger aus Düppenweiler.  Die Medaille wird in der Regel alle zwei Jahre vergeben, auf Grund der Corona-Pandemie war die Verleihung aber mehrfach verschoben worden und fand daher diesmal in größerem Rahmen und mit höherer Anzahl der zu Ehrenden Personen statt. Der Name der Medaille geht auf Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein (1757 – 1831) zurück. Er hatte seinerzeit wichtige Reformen in den Bereichen  Verwaltung, Wirtschaft und Bildung in Preußen angestoßen. Die „Freiherr-vom-Stein-Medaille“ ist eine Auszeichnung, die das Saarland an Bürgerinnen und Bürger verleiht, die sich um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Die Auszeichnung wurde am 14. September 1989 vom saarländischen Ministerpräsidenten gestiftet und am 16. September 2002 von der damaligen Innenministerin in einem ergänzenden Erlass konkretisiert. Es werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich bei der Ausübung ihrer ehrenamtlichen kommunalpolitischen Tätigkeit oder ihres Amtes besondere Verdienste um die kommunalpolitische Selbstverwaltung erworben haben.

 Innenminister Jost überreichte die Medaillen und entsprechenden Urkunden mit den Worten: „Ihr ehrenamtliches Engagement im Bereich der Kommunalpolitik hat Vorbildcharakter für nachfolgende Generationen. Menschen, die im Ehrenamt arbeiten, stellen eigene Interessen zum Wohle anderer in den Hintergrund. Daher bin ich sehr erfreut dass wir unsere große Wertschätzung für ihr herausragendes Engagement nun ebenfalls in einem angemessenen, feierlichen Rahmen zum Ausdruck bringen dürfen. Alle Geehrten gleichermaßen haben bei ihren Tätigkeiten  Ideenreichtum und Kreativität beweisen und in ihrem kommunalen Umfeld Handlungsspielräume ausgelotet, um damit Akzente für ihr Dorf, ihre Stadt und den Landkreis zu setzen“.

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich betonte, es sei eine besondere Pflicht, die Öffentlichkeit auf jene aufmerksam zu machen, deren Einsatz für das Gemeinwesen beispielhaft sei. „Es ist richtig und wichtig, Menschen für ihre besonderen Verdienste um Staat und Gesellschaft auszuzeichnen“, so die Landrätin anlässlich der Feierstunde im Museum Schloss Fellenberg in ihrem Grußwort. Sie gratulierte den Preisträgern und betonte: „Kommunalpolitisches Ehrenamt ist neben Beruf und Familienleben eine herausfordernde und anspruchsvolle Aufgabe. Wir brauche mehr Bürger, die wieder bereit sind, diese Aufgaben zu übernehmen. Wir brauchen die Initiative, den Mut und die Tatkraft jedes Einzelnen, um neue Lösungen zu finden und den kommunalen Herausforderungen gerecht zu werden.

Innenminister Jost machte in seiner Laudatio deutlich, warum Erhard Seger neben Rosemarie Gruhn, Hans Clemens, Alfons Traut, Heinrich Matthias Thul, Werner Schönwiese, Wolfang Sauer und Josef Serwe diese besondere Auszeichnung erhalten hat.

Die Begründung des „Topfstädter Dorffeschds“ 1985, die erfolgreiche Entwicklung des historischen Kupferbergwerks Düppenweiler und die Stiftung des Düppenweiler Heimatpreises 1995 zählen zu den herausragenden Verdiensten von Erhard Seger. Ab 1974 brachte er sich im Gemeinderat Beckingen ein, 10 Jahre später trat er zusätzlich das Amt des Ortsvorstehers in Düppenweiler an. Weitere 10 Jahre später stellte er sich den Aufgaben und Pflichten eines ehrenamtlichen Beigeordneten. Er zählte daneben zu den Mitwirkenden im Hauptausschuss, im Sonderausschuss für Ortskernsanierung sowie im Kultur- und Sozialausschusses. Ab 1979 saß er außerdem im Ortsrat Düppenweiler. Von 1979 bis 1984 war Seger CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat und danach bis 2003 Fraktionsgeschäftsführer.

In seiner Zeit als Ortsvorsteher von Düppenweiler  wurden viele für Düppenweiler ganz wesentliche Dinge initiiert. Ob Fassaden- oder Fotosuchwettbewerb, die 950-Jahr-Feier (2002), die unvergessene Nachzeitreise, Dorfkernsanierung, die positive Entwicklung am Kupferbergwerk (Ausbau der alten Kupfergrube zum heutigen Besucherbergwerk), Eröffnung des Dorfmuseums, die Erschließung von Neubaugebieten, die von ihm initiierte Dorfkernsanierung/Ortskernsanierung mit Bachoffenlegung, Bau von Sportstätten sowie der für Düppenweiler auch aus wirtschaftlicher Sicht wichtige Bau eines neuen Altenheimes mit über 40 Arbeitsplätzen sind mit seinem Namen verbunden.

Gerade die von ihm initiierte Ortskernsanierung hat Erhard Seger mit unglaublichem Elan und Tatkraft in Angriff genommen. 1992 wurde schließlich der heutige Dorfplatz im Rahmen eines großen Festes eingeweiht.

Schon 1985 wurde unter seiner Regie das „Topfstädter Dorffeschd“ ins Leben gerufen, Erfolgsstory bis heute, ebenso wie die ganze Entwicklung am Historischen Kupferbergwerk Düppenweiler.

1995, wurde von ihm der Düppenweiler Heimatpreis ins Leben gerufen. Dieser wurde ihm selbst im Januar 2020 anlässlich des Neujahrsempfangs in Düppenweiler übergeben als Dank für 40 Jahre Engagement und Einsatz für den Gemeindebezirk Düppenweiler.

2003 schied er aus diesen Gremien aus und legte seine bisherigen Mandate ab, um sich fortan als Bürgermeister bis 2017 um die Belange der Gemeinde Beckingen zu kümmern. Unter seiner Regie fand die Großgemeinde zu einer neuen Kulturpolitik und Tourismusstrategie. Die Gemeinde Beckingen konnte ihr Außenimage aufpolieren.

Neben seinem kommunalpolitischen Engagement sind zudem seine Verdienste um den Männerchor Düppenweiler, seine Leidenschaft für Chorgesang und Musik nicht zu vergessen.    

Foto:
Feierliche Preisverleihung im Museum Schloss Fellenberg. Das Foto zeigt v.l.n.r.: Sebastian Schmitt (MdL), Bürgermeister Thomas Collmann, der Geehrte Erhard Seger, Thomas Ackermann, Ortsvorsteher von Düppenwieler, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und Innenminister Reinhold Jost.

 

Foto/Text: Gemeinde Beckingen/Pitzius

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