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- Info
Bürger können erneut Solarbausteine erwerben
Weitere Photovoltaikanlage auf dem Dach des Beckinger Hallenbades in Betrieb genommen - Die Gemeinde Beckingen ist bestrebt, den Einsatz regenerativer Energien weiter zu forcieren und arbeitet dabei mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen, unter anderem mit den Stadtwerken Dillingen GmbH und deren Gesellschafter, der energis GmbH in Saarbrücken. Nachdem mit den Stadtwerken bereits drei Projekte , die Photovoltaikanlagen auf dem Dach der Beckinger Deutschherrenhalle sowie auf der Grundschule Düppenweiler und der Kultur- und Mehrzweckhalle erfolgreich als Bürgerkraft in Betrieb genommen und vermarktet wurden, können Bürger jetzt erneut Solarbausteine erwerben. Kürzlich wurde eine weitere Photovoltaikanlage auf dem Dach des Beckinger Hallenbades in Betrieb genommen.
Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Beckinger Hallenbades.
Diese neue Anlage verfügt über 159 Module und bringt eine Leistung von 39 kWp. 55.000 Euro haben die Stadtwerke hier investiert. „Damit haben wir jetzt in Kooperation mit der Gemeinde Beckingen bei allen vier Projekten mit einer Gesamtleistung von 90 kWp über 200.000 Euro investiert“ erklärte der Geschäftsführer der Stadtwerke, Arno Minn. „Mit dieser weiteren Anlage führen wir auch das Geschäftsmodell „Bürgerkraftwerk“ fort, bei dem Bürger sich durch den Kauf von Solarbausteinen an den Photovoltaikanlagen beteiligen können“, erklärte Energis-Prokurist Erich Morlo. Unter dem Motto „Schon ab 500 Euro sind Sie dabei“ können Solarbausteine zum Stückpreis von 500 Euro erworben werden. Der Bürger erhält hierfür eine Verzinsung von 3,00 Prozent, die jährlich zurückgezahlt wird, bzw. eine Verzinsung in Höhe von 2,75 Prozent, die nach spätestens 15 Jahren mit Zins und Zinseszins zurückgezahlt wird. Energis Kunden bekommen je nach Modell eine um 0,5 Prozent bzw. 0,25 Prozent höhere Verzinsung. Erzeugt die Anlage Strom über die geplante Menge von 980kWh/kWp hinaus, wird der Mehrertrag zusätzlich ausgeschüttet. Die erzeugten Strommengen werden fortlaufend erfasst und können auf der Internetseite der Stadtwerke Dillingen eingesehen werden.. Die gesamt Abwicklung obliegt den Stadtwerken Dillingen, die auch die vollständige Rückzahlung der Bürgereinlage garantieren. Bürgermeister Erhard Seger zog eine positive Bilanz. „Wir haben jetzt alle relevanten gemeindeeigenen Gebäude zur Installation für Solarstromanlagen genutzt“, erklärte er und verwies auf das nächste Aufgabenfeld, die Windkraft. Hier ging er kurz auf das angelaufene Verfahren zur Aufstellung von Windkrafträdern an der Banngrenze zur Gemeinde Schmelz hin. Da Schmelz ebenfalls dort Windräder plane, seien nachbarschaftliche Probleme nicht zu erwarten. „Damit haben wir als Gemeinde Beckingen unsere Hausaufgaben zur Energienutzung eigentlich gemacht“, so das Fazit des Verwaltungschefs. Weitere Informationen gibt es bei den Stadtwerken Dillingen unter der Telefonnummer 06831/9 74 71 12 oder unter info@swd-saar.de Fotos/Text: Gemeinde Beckingen  | Bürgermeister Erhard Seger, SWD-Geschäftsführer Arno Minn und Energis-Prokurist Erich Morlo informieren sich über die neue Anlage. |  | Überblick über die PV-Anlagen der „Solarwerke Dilligen“ in der Gemeinde Beckingen. |
Programm der zehnten Beckinger Touren- und Wanderwoche 2013
Zur zehnten Touren- und Wanderwoche lädt die Gemeinde Beckingen von Sonntag, 26. Mai, bis Sonntag, 02. Juni 2013 ein und lockt auch in diesem Jahr mit dem Einstieg auf mehrere zertifizierte Premiumwanderwege wie dem Litermont-Sagenweg, dem Lücknerweg oder dem Bietzerberger. Außerdem stehen verschiedene Themenwanderungen im Naturschutzgebiet „Wolferskopf“ über den Panorama-Höhenweg und den Honzrather Steinbrecherweg auf dem Programm. Im Mittelpunkt stehen unter anderem der Litermont-Sagenweg mit seiner interessanten Geologie und spannenden Sagen, die Frühwanderung in den Sonnenaufgang über den Panorama-Höhenweg sowie geführte Orchideenwanderungen und Kulturwanderungen, ob über den Panorama-Höhenweg oder den Steinbrecherweg. Außerdem wird auch wieder eine Wildkräuterwanderung angeboten.
Zu abwechslungsreichen Wandertouren lädt die Gemeinde Beckingen vom 26. Mai bis 2. Juni 2013 ein.
Folgende geführte Wandertouren werden angeboten: Sonntag, 26. Mai 2013 „Wanderung über den Litermont-Sagenweg“ Eröffnungswanderung mit Volkmar Schommer. Start zur 17,5 km langen Wanderung ist um 10.00 Uhr ab dem Huthaus am Historischen Kupferbergwerk Düppenweiler. Der Litermont-Sagenweg führt durch abwechslungsreiche offene und geschlossene Landschaftsformationen, entlang Natur belassener Bachverläufe und zu vielen sagenhaften und geologisch interessanten Stätten. An einem besonders idyllischen Ort ist eine Zwischenrast geplant. Nach der Tagestour, Gehzeit etwa 4 bis 5 Stunden mit Zwischenrast, findet für alle Teilnehmer im Huthaus eine Schlusseinkehr statt. Montag, 27. Mai 2013 Wandertag für Schulen, wobei der Heimatverein Honzrath für Kinder Aktionen an der Kalkbrennerhütte auf der Merchinger Muschelkalkplatte veranstaltet. Montag, 27. Mai 2013 „Orchideenwanderung“ mit Winfried Minninger. Start ist um 14.00 Uhr ab der ehemaligen Schule Haustadt. Unter fachkundiger Führung geht es durch die saftigen und bunten Wiesen im Naturschutzgebiet „Wolferskopf“. Ende gegen 16.00 Uhr Dienstag, 28. Mai 2013 Wandertag für Schulen Dienstag, 28. Mai 2013. „Orchideenwanderung“ mit Winfried Minninger. Start durch die buntblumigen Orchideenwiesen ist um 14.00 Uhr ab dem Fischerberghaus bei Beckingen-Saarfels. Nach der Exkursion findet eine Schlusseinkehr im Fischerberghaus statt. Mittwoch, 29. Mai 2013 Wandertag für Schulen Mittwoch, 29. Mai 2013 „Flora und Fauna am Kondelerbach“ Start zur etwa 6 km langen naturkundlichen Wanderung mit Wanderführerin Birgit Vetter ist um 14.00 Uhr ab dem Restaurant „Felsmühle“ in Beckingen. Im Mittelpunkt der Wanderung stehen die Flora und Fauna am Kondelerbach, der einer der schönsten Natur belassenen Bachverläufe im Saarland ist. Die Schlusseinkehr findet in der Felsmühle statt. Donnerstag, 30. Mai 2013/Fronleichnam „Wanderung über den Lücknerweg“ Start zur etwa 15 km langen Rundwanderung mit Armin Buchheit ist um 10.00 Uhr ab Jägerhof Oppen. Vorgestellt wird die neue Streckenführung. Der Premiumweg zwischen Wahlen und Oppen führt durch den dichten Wald des unheimlichen Lückner und zu vielen geheimnisvollen Plätzen wie der Odilienkapelle oder dem mächtigen Rammenfels. An einem idyllischen Plätzchen ist einen Zwischenrast angesagt. Die Schlusseinkehr findet im Jägerhof statt. Freitag, 31. Mai 2013 „Auf den Spuren der Steinbrecher, Kalkbrenner und Waldbauern“ – Wanderung über den Honzrather Steinbrecherweg, einem Kulturwanderweg. Start zur Wanderung mit Armin Buchheit ist um 14.00 Uhr ab dem Kathreinenplatz in Honzrath. Die Wanderung führt u.a. vorbei an den historischen Felskellern von Honzrath durch die Standsteinbrüche rund um Kapp. Dort findet an der renovierten Kalkofenhütte eine Zwischenrast statt, wobei die Teilnehmer die herrliche Aussicht genießen können. Anschließend gemeinsamer Abstieg ins Tal. Wanderstrecke etwa 10 km. Samstag, 01. Juni 2013 „Frühwanderung in den Sonnenaufgang“ auf dem Panorama-Höhenweg Treffpunkt ist um 4.30 Uhr auf dem Kathreinenplatz in Honzrath. Von dort wird ein Bustransfer für die Teilnehmer zum Fischerberghaus bei Beckingen-Saarfels eingesetzt. Am Fischerberghaus startet die Wanderung mit Wanderführer Bürgermeister Erhard Seger zu früher Morgenstund und führt über den Panorama-Höhenweg und Steinbrecherweg zurück zum Kathreinenplatz in Honzrath. Der Panorama-Höhenweg führt durch das „etwas andere“ Naturschutzgebiet Wolferskopf über die Merchinger Muschelkalkplatte und besticht mit schönen Aussichten, historischen Grenzsteinen und seltener Flora und Fauna. Bei einem gemeinsamen Frühstück klingt die Wanderung aus. Angeboten wird ein umfangreiches Wanderfrühstück zum Preis von 8,00 Euro pro Person. Anmeldungen hierzu nimmt die Gemeinde Beckingen, Tourist-Info, Tel.: 06835/55-105 entgegen. Samstag, 01. Juni 2013 „Grenzgänger am Litermont“, Start zur zirka 10 km langen Wanderung mit Wanderführer Volkmar Schommer ist um 14.00 Uhr ab dem Huthaus des Historischen Kupferbergwerkes in Düppenweiler. Bei dieser Wanderung werden die zwei Litermont- Premiumwanderwege der beiden Gemeinden Nalbach und Beckingen miteinander verbunden. Gewandert wird über Teile des Beckinger „Litermont-Sagenweges“ und Teile der Nalbacher „Litermont-Gipfeltour“. Die Schlusseinkehr findet im Huthaus statt. Sonntag, 02. Juni 2013 „Wanderung über den Bietzerberger“- heißt es am Sonntag, 10. Juni 2013. Start zur 17,5 km langen Wanderung mit Armin Buchheit ist um 10.00 Uhr ab Fischerberghaus bei Beckingen-Saarfels. Der Bietzerberger präsentiert beeindruckende Rundsichten in alle Richtungen und überrascht mit seiner Vielfalt, wie versteckte Bachläufe, offene Wiesen und Felder, verschlungene Pfade, schattige Wälder oder das Haustadter Tal mit seinen Streuobst- und Orchideenwiesen. Vorgestellt wird die neue Streckenführung, die über Teile des Panorama-Höhenweges und Grenzsteinweges durch die Orchideenwiesen des Naturschutzgebietes führt. Die Schlusseinkehr findet im Fischerberghaus statt. Für alle Wanderungen wird festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung sowie Rucksackverpflegung empfohlen. Wiederum gibt die Gemeinde Beckingen an alle Teilnehmer „Laufkarten“ heraus, auf der die während der Touren- und Wanderwoche abmarschierten Kilometer festgehalten werden. Für die „laufstärksten“ ersten fünf Wanderfreunde der Gemeinde Beckingen winken zum Abschluss der Wanderwoche attraktive Preise. Infos und Anmeldungen zu den einzelnen Touren erteilt die Gemeinde Beckingen, Tel: 06835/55-105, 55-151 oder 55-102.
Innenministerin Monika Bachmann überreicht Bedarfszuweisungen in Höhe von 252.205 Euro
Zwei symbolische Schecks über Bedarfszuweisungen in Höhe von insgesamt 252.205 Euro für die Umsetzung verschiedener Maßnahmen im Gemeindebezirk Beckingen überreichte Monika Bachmann, Ministerin für Inneres und Sport, kürzlich im Beisein von Dr. Frank Finkler (MdL) an Bürgermeister Erhard Seger. Die Bedarfszuweisungen dienen der Neugestaltung der Außenanlagen des historischen Bahnhofs Beckingen, der Errichtung von Vereinsräumen sowie dem behindertengerechten Umbau des Kulturhauses „Alte Wäscherei“ im Gemeindebezirk Beckingen.
Monika Bachmann, Ministerin für Inneres und Sport, überreichte im Beisein von Dr. Frank Finkler (MdL) Bedarfszuweisungen in Höhe von 252.205 Euro an Bürgermeister Erhard Seger.
„Ich freue mich, dass wir durch die Bedarfszuweisungen die Gemeinde dabei unterstützen können durch die Neugestaltung der Außenanlage den Glanz dieses historischen Gebäudes zu bewahren und die Attraktivität des Geländes, insbesondere für Touristen, zu steigern“, erklärte Innenministerin Monika Bachmann, als sie die beiden Schecks vor dem Historischen Bahnhofsgebäude an Bürgermeister Erhard Seger übergab. Für die Neugestaltung der Außenanlagen des historischen Bahnhofs Beckingen erhielt die Gemeinde eine Bedarfszuweisung von 182.205 Euro. Im März 2013 war mit der Neugestaltung der Außenanlage des Bahnhofes begonnen worden. Im Einzelnen umfasst diese die Gestaltung der Oberflächen, die Neuverlegung von Entwässerungsleitungen, die Sanierung von Stützmauern sowie die Errichtung von Rastplätzen und Fahrradabstellmöglichkeiten zur touristischen Aufwertung des Bahnhofesareals. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 383.000 Euro. Seit Juni 2009 wird auch das historische Bahnhofesgebäude selbst restauriert und touristisch aufgewertet. Ziel ist es, den Bahnhof als Informations- und Besucherzentrum zu nutzen. Hierzu werden im Gebäude unter anderem Ausstellungs-, Präsentations-, Gruppenräume und ein Trauzimmer eingerichtet. Der Bahnhof wird ab seiner Eröffnung am 8. und 9 Juni 2013 die Tourist-Info der Gemeinde Beckingen und das Infozentrum des Zweckverbandes Wolferskopf beherbergen. Eine Fahrradverleihstation wird folgen. „Durch diesen Zuschuss ist es uns möglich geworden, die Außenanlagen mit dem Bahnhofsausbau anzugehen und fertig zu stellen,“ erklärte Bürgermeister Seger und dankte der Ministerin sowie Dr. Frank Finkler (MdL), für seine Vermittlung beim Innenministerium als Finanzpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Eine Bedarfszuweisung in Höhe von 70.000 Euro dient der Errichtung von Vereinsräumen und dem behindertengerechten Umbau des Kulturhauses „Alte Wäscherei“ im Gemeindebezirk Beckingen. Das um 1900 errichtete Gebäude „Alte Wäscherei“ wurde vor rund 20 Jahren zu einem Kulturhaus für Vereine umgebaut. Inzwischen hat sich eine höhere Auslastung des Gebäudes ergeben. „Das Gebäude verfügt lediglich über einen Treppenzugang mit acht Stufen und ist somit für gehbehinderte beziehungsweise bewegungseingeschränkte Personen nicht oder nur schwer zu erreichen. Außerdem fehlt eine Behindertentoilette. Vor diesem Hinterrund möchte die Gemeinde Beckingen verschiedene bauliche Maßnahmen vornehmen, was dringend notwendig ist und wir gerne finanzieren“, stellte die Innenministerin bei ihrem Besuch in Beckingen fest. Die Maßnahmen hier sind im Einzelnen: Die Abtrennung eines Teils der hinter dem Gebäude liegenden Garage zur Nutzung als Lagerraum für Inventar. Außerdem die Abtrennung eines Flurs im jetzigen Vereinsraum zur Erreichung des Lagers. Der verbleibende Raum wird von einem Verein als Instrumenten- und Notenlager genutzt. Des Weiteren wird die Abtrennung eines Vorraumes im Eingangsbereich zur Schaffung einer Garderobe eingeführt und eine Behindertentoilette errichtet. Es erfolgt außerdem eine Anhebung und Überdachung des bei Veranstaltungen als Wartezone dienenden Podests vor der Eingangstür. Zudem wird ein für den Außenbereich geeigneter Rollstuhlaufzug montiert. Foto/Text: Gemeinde Beckingen
Spannende Momente in der Kupferhütte
Es qualmt, funkt und glüht und es ist richtig warm, zumindest in der Kupferhütte, in der sich anlässlich der dritten Düppenweiler Schmelzertage einmal mehr viele interessierte Bergwerksbesucher eingefunden hatten. Während auf dem Außengelände, leider witterungsbedingt im kühlen Nass, sich ein lebhaftes Keltenlager tummelte, stiegen im Inneren des Schmelzofens die Temperaturen.
Schlacke oder Kupfer? Spannende Momente in der Schmelzhütte.
Um diesen auf mindestens 1150 Grad Celsius zu bringen, damit das Kupfererz schmelzen kann, hatte Werner Kockler, 1. Vorsitzender des Vereins „Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler – Verein für Geschichte und Kultur e.V.“ mit seinen Helfern Wolfgang Wax und Günter Fuchs den beiden Schmelzöfen schon Tage vorher richtig eingeheizt. Vor dem lodernden Schmelzofen wurden die Gäste Zeuge des so genannten Abstichs. Immer wieder überprüften die drei Männer, alle ausgestattet mit feuerfesten Handschuhen, Schutzhaube und Schürze sowie Stecheisen, Kratze (=Krummeisen) und Forkel (=Hüttengabel), die Temperatur. „Es dauert noch ein bisschen“, erklärte Werner Kockler den Gästen. Man könne nie so genau voraussagen, wann es endlich soweit ist. Also blieb noch Zeit für ein kühles Bergbier oder einen kleinen Rundgang durch das Keltenlager. Ob Töpferei, Bäckerei, Schmiede, Goldschmied, Bogenmacher oder Schuster, das Keltenteam „Treveromagos“ aus Otzenhausen vermittelte einen lebhaften Eindruck aus der Keltenzeit. Da wurde Brot gebacken mit altem Urgetreide wie Emmer, alte Gemüsesorten und Gewürze aufgetischt, die „Wutz am Spieß“ gedreht und für Kinder gab es Schmiedevorführungen und ein Kinderprogramm. Das laute Pochen der Pochstempel im Pochwerk, hier wurde früher das geförderte Kupfererz zertrümmert und zu Sandkorngröße zerkleinert, drang plötzlich über das Gelände und übertönte die dazwischen zu hörenden alten Bergmannslieder. Wasserräder setzten Maschinenanlagen mit Antriebswellen, Zahnkränzen und Getrieben in Gang und auch die Blasebälge in der Schmelzhütte sind in Bewegung und sorgen für ausreichend Sauerstoffzufuhr im Schmelzofen. Dann war es soweit. Der Abstich konnte beginnen. Gedränge in der Schmelzhütte bei steigenden Temperaturen und steigender Spannung. „Auch früher hat das mit dem Schmelzvorgang nicht immer geklappt“, erklärte Werner Kockler und alles war gespannt, ob es diesmal auch wirklich klappen würde. Ein letzter prüfender Blick in den Ofen. „Gib mir zwei Hiebe“, ruft Kockler einem seiner Helfer zu. Der setzt das schwere Stecheisen in der Öffnung im unteren Drittel des Schmelzofens an und diese wird nach und nach mit kräftigen Hieben durchgestoßen. Wie heiß es im Inneren des Ofens ist, wird klar, als Wolfgang Wax das Stecheisen plötzlich auf den Boden schmeißt. Die Spitze ist glühend heiß und muss erst mal in einem Eimer Wasser abgekühlt werden. Dann geht es weiter. Kurze Zeit später ist der Durchbruch geschafft, der Ofen gibt sein Innerstes Preis. Die Gäste schauen gespannt auf die funkelnde Glut, dann ein Raunen, rötliche glühende Masse rinnt aus dem Ofen in den Vorofen. Photoapparate werden gezückt um den spannenden Moment festzuhalten. Schlacke oder Kupfer? Die drei Schmelzer haben alles richtig gemacht. Wolfgang Wax kann mit einer großen Zange ein prächtiges Stück geschmolzenes Kupfer aus dem Ofen ziehen. In Wasser abgekühlt, macht es gleich die Runde, wird den Gästen gezeigt und in die Hand gedrückt. Die Überraschung dabei steht vor allem Kindern ins Gesicht geschrieben „Oh Mann, ist das schwer!“, so einige Kommentare. An beiden Tagen fanden Vorführungen des Pochwerkes und der Schmelzhütte sowie Führungen unter Tage statt. Trotz der ungünstigen Wetterlage fanden viele den Weg zu der Anlage, die in dieser Form in ganz Südwestdeutschland einmalig ist. Natürlich war an beiden Tagen auch für die Kulinarik bestens gesorgt. Ein Dank gilt der Aurubis AG Lünen/Hamburg für die logistische Unterstützung. Fotos/Text: Gemeinde Beckingen Impressionen von den Schmelzertagen 2013 | |  | |  | |  | |  | |  | |  | |  | |  | |
Antrittsbesuch der Bevollmächtigten für Europaangelegenheiten Helma Kuhn-Theis
Seit Juni letzten Jahres ist die ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete Helma Kuhn-Theis Bevollmächtige für Europangelegenheiten und vertritt damit die Interessen des Saarlandes in Brüssel. Ihr Landtagsmandat legte die Europaexpertin mit ihrem Amtsantritt nieder. Kürzlich absolvierte sie im Beisein von Dr. Frank Finkler, MDL, einen Antrittsbesuch bei Bürgermeister Erhard Seger.
Foto: (v.l.n.r.): Bürgermeister Erhard Seger mit der Bevollmächtigten für Europaangelegenheiten Helma Kuhn-Theis und Dr. Frank Finkler (MDL).
Hierbei wurden Fragen der interkommunalen Zusammenarbeit besprochen und insbesondere Informationen über Europäische Förderprogramme für Kommunen ausgetauscht. Dabei bot Helma Kuhn-Theis ihre Hilfe bei der Kontaktaufnahme mit europäischen Behörden und entsprechenden Antragstellungen an.
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