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Willkommen im Gemeindebezirk Reimsbach

Willkommen im Gemeindebezirk

Brunnen, Kapelle, Dorfplatz

Kurzporträt

 

Rund 2.300 Einwohner
Fläche: 578 ha. davon
148 ha. Wald
Höhe: 224 m über NN

Ortsvorsteher: Jürgen Dörholt, Handy: 0157/73667298
Stellvertreter: Anja Lauer, Tel.: 06832/807749

Die sonnige und ruhige Lage im oberen Haustadter Tal hat dazu geführt, dass Reimsbach in den letzten Jahren sich zu einem kleinen Zentrum entwickelt hat. Viele schmucke, kleine Geschäfte haben sich hier etabliert. Auch aus diesem Grunde ist Reimsbach zum einwohnermäßig drittgrößten Gemeindebezirk angewachsen.

Ein Aushängeschild Reimsbachs ist sein Fußball Club. Seit Jahren spielt man in der höchsten saarländischen Fußballliga – der Verbandsliga – in der Spitzengruppe mit. Treffsicher sind auch die Schützen beim Ostereierschießen im Schützenhaus. Die Pfingstkirmes auf dem neu gestalteten Dorfplatz und der gemütliche Weihnachtsmarkt machen den Ort ebenso für Besucher interessant, wie ein kürzlich eröffnetes Szenelokal und die guten Einkaufsmöglichkeiten.

Von der Event-Gastronomie zur Wendalinuskapelle mit dem 1000-jährigen Rüster sind es nur ein paar hundert Meter Wegstrecke - doch über tausend Jahre Geschichte. 950 nach Christus wurde „Rumestat“ erstmals erwähnt. Einen Teil der Geschichte spiegelt auch der Soldatenfriedhof in der Nähe des Waldstadions wider, auch er lockt Angehörige und Historiker.


Historie


Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen Rumestat stammt aus dem Jahre 950 n.Chr. unter Erzbischof "Ruotbert" (930-956) und wurde unter ein Transsumpt (Wiederholung einer alten Urkunde in einer neuen) durch Erzbischof "Albero" 1147 neu veröffentlicht.

Im römischen Zeitalter lag der Schnittpunkt der beiden Römerstraßen Nord-Süd (in den Trierer Raum) und West-Ost (in den St. Wendeler Raum) in der Nähe des Römerwäldchens südlich des Dorfes. Auch der römische Münzfund 1947 in der Palz (heute im Rübengarten), lat. palatium, bedeutete ursprünglich ,,aula Regia" die fürstliche Wohnung, bestätigen die Anwesenheit der Römer im Ortskern. Der Kubsborn (chubisi = Hütte. Wetterdach, als Schutz gegen Wind und Wetter), eine immer sprudelnde Quelle nahe dem Born, war eine Voraussetzung für eine ständige, bei den Römern übliche Mutation zwischen den Rastorten oder Mansionen zum Wechsel der Gespanne und einer kurzen Tränke. Die in unmittelbarer Nähe auf römischen Fundamenten stehende Wendelinuskapelle mit dem dazugehörigen 1000-jährigen Kapellenbaum (Rüster, wilde Ulme) bilden gemeinsam eine geschichtliche Einheit.

Wahrscheinlich um das Jahr 600 n.Chr. war die Christianisierung der Landbevölkerung unserer Gegend vollendet. Die Pfarrei "St. Andreas" in Reimsbach gehörte zu einer der 12 Ur-Pfarreien in unserer Gegend. Der erstbenannte Pfarrer in der Pfarrei Reimsbach war 1249 "Henrions" von St. Simeon in Trier. Bereits 1160 schenkte "Heisso de Horreo" seine Kirche und das Patronat, nebst dem Zehnten, an die Abtei Mettlach.

Unmittelbar vor Beginn des 30-jährigen Krieges lebte in Reimsbach ein angesehener Mann, Weidtmanns Wendel beim Born, so steht er im Testament des Pfarrers Kob im Jahre 1611. Allen älteren Reimsbachern ist das Wendelshaus beim Born, - beim alten Dorfbrunnen wohlbekannt, seit wenigstens 350 Jahren trug es seinen Namen. Unter den in der genannten Urkunde aufgeführten Zeugen ist er ganz allein vom Notar apostrophiert als der ,,ersame und edle Herr". Wenn er dann noch am 23. Juni 1617 als Synodale das Protokoll der Einführung des Pfarrers Jakob Rissenthal unterschrieb, hatte er zum kirchlichen Leben der Pfarrei gemäß der allgemeinen Bedeutung der Synodalen in damaliger Zeit in besonderer Beziehung gestanden. Bei der am 23. Mai 1666 erfolgten Neubegrenzung der Familienstöcke und Hufen erscheint der Weidtmannshoub, gemessen an der Höhe der Steuerabgabe an die Abtei Mettlach, als die umfangreichste. So war er am ehesten in der Lage, aus eigenen Mitteln eine Feldkapelle zu errichten. Diesen ,,ersamen und edlen Herrn" - edel ist stets das Prädikat für Adelige oder mindestens Höhergestellte, etwa ein Hochgerichtsmaier -, als den vermutlichen Erbauer der Wendelinuskapelle während des 30-jährigen Krieges anzunehmen, wäre in Anbetracht der obigen Indizien nicht abwegig.