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Kupferschmelzen nach historischem Vorbild kam an Vatertag wieder gut an.

Es zischte und glühte, die Funken flogen und es war höllisch heiß in der Schmelzhütte, die mit Pochwerk und Maschinenanlagen zur Kupferhütte gehört. Werner Kockler, erster Vorsitzender des Vereins „Historisches Kupferbergwerk Düppenweiler – Verein für Geschichte und Kultur“ e.V., hatte mit weiteren Helfern den beiden Schmelzöfen richtig gut eingeheizt.

Kupferschmelzen nach historischem Vorbild kam an Vatertag wieder gut an.

Höhepunkt war der Abstich an den beiden Schmelzöfen in der Schmelzhütte. Hier wird das geschmolzene Kupfer gerade abgeschöpft und in Form gegossen.

 „Auch in diesem Jahr war das inzwischen 8. Kupferschmelzen am Historischen Kupferbergwerk in Düppenweiler, das jedes Jahr an Christi Himmelfahrt/ Vatertag stattfindet, recht gut besucht. Wir hatten Besucher in der Schmelzhütte und auch Untertage. Die Funktionsweise der Hütte wurde den Besuchern demonstriert und detaillierte Angaben zu den interessierten Fragen der Besucher gemacht“, so Werner Kockler. 

 

Um den Besuchern das Kupferschmelzen nach historischem Vorbild demonstrieren zu können, hatten Werner Kockler, Eric Nees und Stefan Schmidt alle Hände voll zu tun,

um die beiden Schmelzöfen auf mindestens 1300 Grad Celsius zu bringen, damit das Kupfer schmelzen und ausfließen kann

 

Allmählich stellte sich Betrieb auf dem Außengelände ein und die ersten Gruppen traten ihre Untertage- und Übertageführung durch das Historische Kupferbergwerk Düppenweiler mit den Gästebetreuern Karin Molter, Wolfgang Wax und Karl-Rudi Wilhelm an und  konnten sich dabei eine Vorstellung von der Kupfergewinnung unter Tage sowie der Weiterverarbeitung über Tage machen.

 

Auf dem weitläufigen Gelände konnten Interessierte bei der „Münzmeisterin “ Eva Gross ihre eigene Münze prägen, den Klängen der „Litermont Musikanten“ lauschen und sich bei Kaffee und Kuchen, frischen Getränken und deftigen Speisen bei Laune halten bis zu den  spannendsten Momenten der Veranstaltung, den beiden Abstichen an den Schmelzöfen.

 

Dazwischen ging es im Stundentakt in kleinen Gruppen durch die unterirdischen Stollen des Besucherbergwerks um zu erfahren, welche Strapazen die Bergleute früher auf sich nahmen, um an das begehrte Kupfer zu kommen. Untertage in den dunklen Stollen erfuhr man dabei eine angenehme Kühle, während in den beiden Schmelzöfen die Temperaturen stetig nach oben kletterten, was sich auch in der Schmelzhütte bemerkbar machte. Die Spannung stieg, immer mehr Gäste fanden sich vor den beiden Schmelzöfen ein, um sich über den Schmelzvorgang zu informieren. Schöne Fotomotive ergaben sich schon beim ersten Abstich,  aber besonders der zweite Abstich erweis sich diesmal als sehr erfolgreich. Unter großem Raunen und gezückten Fotoapparaten  lief das erste geschmolzene Kupfererz in dünnen Fäden aus dem Ofenauge. Eric Nees schöpfte das flüssige Kupfer und goss es in eine Form.

 

Die Gäste schauten auf die funkelnde Glut, zückten ihre Fotoapparate, um den spannenden Moment des Kupferzaubers in der Schmelzhütte festzuhalten. Der Aufwand hatte sich in diesem Jahr wirklich gelohnt und Werner Kockler und seine Helfer wischten sich erleichtert den Schweiß aus dem Gesicht.

 

Der erste Vorsitzende Kockler dankte allen, die zur gelungenen Veranstaltung beitrugen, ob den Gästeführern oder seinen tatkräftigen Helfern am Schmelzofen, Stefan Schmitt und Eric Nees aus Fischbach. Sein besonderer Dank galt der Dillinger Hütte und der freundlichen Unterstützung durch Dr. Bernd Münnich sowie der Aurubis Kupferhütte in Lünen.

 

Fotos/Text: Gemeinde Beckingen

 

 

 

Foto2:

Auch die Führungen durch das Historische Kupferbergwerk Düppenweiler stießen auf reges Interesse.