Volkstrauertag – Chance, Geschichte aufzuarbeiten - zentrale Veranstaltung geplant

Feierstunde und Kranzniederlegung – zukünftig zentrale Veranstaltung auf dem Ehrenfriedhof Reimsbach - 18. November 2018 Volkstrauertag - Anlässlich des Volkstrauertages, einem Tag der Erinnerung und Mahnung, fanden in der Vergangenheit in den einzelnen Gemeindebezirken Feierstunden mit Kranzniederlegungen zum Gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, der Vertriebenen, Verfolgten und Gefallenen beider Weltkriege statt. Nicht nur auf dem Ehrenfriedhof in Reimsbach, sondern auch in Beckingen, Düppenweiler, Erbringen, Haustadt, Hargarten, Honzrath und Saarfels fanden bisher Gedenkfeiern statt. Trotz der Bedeutung des Volkstrauertages, einem Tag der Gelegenheit bietet, Geschichte aufzuarbeiten um zu verhindern, dass das Unrecht der Willkürherrschaft und die Schrecken des Krieges in Vergessenheit geraten und sich so wiederholten könnte, musste man in den letzten Jahren eine rückläufige Teilnehmerzahl konstatieren.

Volkstrauertag – Chance, Geschichte aufzuarbeiten - zentrale Veranstaltung geplant

Der Ehrenfriedhof Reimsbach wurde im Frühjahr 1940 angelegt und im Jahre 2010 umfangreich neu gestaltet.

Um dem Volkstrauertag wieder mehr Gewicht zu verleihen und um deutlich zu machen, dass Frieden, Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit, sondern Werte sind, für die in der Vergangenheit und auch heute noch gekämpft wird und immer noch gekämpft werden muss, wurde in der jüngsten Ortsvorsteherdienstbesprechung  angeregt, im Jahr 2018 eine zentrale Gedenkveranstaltung für die Opfer der beiden Weltkriege auf dem Ehrenfriedhof in Reimsbach als der größten und bedeutendsten Gedenkstätte in der Gemeinde Beckingen, durchzuführen. Der Waldfriedhof in Reimsbach wurde im Frühjahr 1940 angelegt. Auf der Kriegsgräberstätte fanden insgesamt 314 Opfer des Zweiten Weltkrieges (1939 – 1945) verschiedener Nationen ihre letzte Ruhe. Im Vorhof zum des Friedhofs befinden sich frei dargestellte nackte männlichen Körper, ein Kunstwerk  des Bildhauers Oswald Hiery. Sie symbolisieren die Hilfslosigkeit des Menschen vor dem gewaltsamen Tod. Ganz bewusst verzichtete der Künstler auf historische Merkmale und wählte ganz bewusst als Helm einen Motorradschutzhelm. Dieser soll als klassisches Symbol für Krieg auf Kampf und Zerstörung hindeuten, aber dennoch zeitlos bleiben. Neben einem Besucherbuch befindet sich im Vorhof des Friedhofs  in der Aufbewahrungskammer auch eine Gräberliste mit einem Verzeichnis der hier begrabenen Soldaten Im Jahre 2010 erfolgte zum 70jährigen Bestehen eine umfassende Renovierung, Sicherung und Umgestaltung des Ehrenfriedhofs durch das Saarland (Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport) mit Mitteln des Bundes in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Beckingen, dem Ortsrat Reimsbach und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Landesverband Saar.

Im Bewusstsein der Verantwortung und zur Mahnung für Frieden und Volksverständigung sprachen sich die Ortsvorsteher dafür aus, künftig in Reimsbach eine zentrale Veranstaltung für die Gesamtgemeinde durchführen zu wollen. Dem Volkstrauertag komme nach wie vor ein hoher Stellenwert zu, war man sich einig. Mit einer zentralen Gedenkfeier auf dem Ehrenfriedhof Reimsbach als größter Kriegsgräberstätte in der Gemeinde Beckingen wolle man auch hervorheben, dass es auch in der heutigen Zeit wichtig sei, sich der Geschichte zu stellen, zu sensibilisieren um bedrohliche Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen, Frieden, Freiheit und Demokratie hoch zu schätzen. Denn die Frage nach Krieg und Frieden sei auch heute noch angesichts der vielen eskalierenden globalen Konflikte nach wie vor  aktuell und Frieden für viele Menschen auf dem Globus noch lang nicht in Sicht trotz vieler internationaler Bemühungen. Auch wenn viele dieser Konflikte sich in Ländern weit entfernt von hier abspielten, bedeute dies nicht, dass sie uns nichts angingen. In der Durchführung einer zentralen größeren Gedenkfeier für die Gesamtgemeinde sehe man daher auch den Versuch, den unschätzbaren Wert des Friedens und der Freiheit vor Augen zu führen. 

Beckingen, den 22.10.2019

Thomas Collmann,

Bürgermeister




Zünftiger Fassanstich zur Reimsbacher Kirmes

Zur Eröffnung der Reimsbacher Pfingstkirmes konnte Ortsvorsteher Jürgen Dörholt bei schönstem Kirmeswetter neben den Vereinsvertretern der Reimsbacher Vereine und Vertretern der Schausteller und Mitglieder des Organisationsteams den neuen Bürgermeister der Gemeinde Beckingen, Thomas Collmann, den Ehrenortsvorsteher von Reimsbach, Gustav Brandstätter sowie viele Gäste im Reimsbacher Festzelt begrüßen. Zum Fassanstich waren bereits zahlreiche Besucher im Zelt und erlebten direkt eine Premiere. Der neu gewählte Bürgermeister der Gemeinde Beckingen, Thomas Collmann, eröffnete zum ersten Mal in diesem Amt offiziell ein Fest in der Gemeinde Beckingen.

Zünftiger Fassanstich zur Reimsbacher Kirmes

Premiere im Reimsbacher Festzelt. Erstmals eröffnete Bürgermeister Thomas Collmann, neu in diesem Amt, mit einem zünftigen Fassanstich die traditionelle Reimsbacher Kirmes.

Mit gekonnten hieben schaffte er es, das kühle Bier zur Eröffnung zum Sprudeln zu bringen. Umrahmt wurde das Ganze von den Klängen der Jagd- und Alphornbläser „St. Hubertus“ Reimsbach. Bürgermeister Thomas Collmann danke den zahlreichen Helfern im Organisationsteam, den Vereinen und den Schaustellern für die Ausrichtung dieses tollen Festes, das es schon seit 40 Jahren gibt. „Es ist mit Sicherheit jedes Jahr eine große Herausforderung, ein so abwechslungsreiches Programm über mehrere Tage mit einem großartigen Essensangebot auf die Beine zu stellen“, erklärte er. Er freue sich, in Reimsbach zu sein und zu sehen, dass von der Organisation her bis hin zum Auf-und Abbau des Festzeltes alles gut funktioniere. Er lobte die Vereine und die vielen ehrenamtlichen Helfer, ohne die so eine Veranstaltung nicht machbar sei und sagte den Vereinen seine Unterstützung zu. Auch das Ehrenamt sei zu hegen und zu pflegen. Er wünschte der Veranstaltung einen schönen und vor allem friedlichen Verlauf. Seitens der Schausteller bedanke sich Herr Roos beim Ortsvorsteher Dörholt, der dem Organisationsteam vorsteht, für die gute Zusammenarbeit. Nach dem Fassanstich mit den Jagdhornbläsern stieg im Festzelt die 90er Party mit „DJ Hossa“. Auch an den restlichen Kirmestagen war für Unterhaltung der großen und kleinen Kirmesbesucher und deren leibliches Wohl bei einem abwechslungsreichen Programm bestens gesorgt. So stand sonntags ein Kirmesfamilientag auf dem Programm, der mit einem Frühschoppen begann. Der Nachmittag lockte Familien mit Kaffee und Kuchen, allgemeinem Kirmestreiben und zünftiger Blasmusik mit den „Oldies“. Abends bebte das Zelt mit der überregional bekannten Rockband „Alive“. Abwechslung war montags angesagt mit einem Frühschoppen, einem Mittagessen der DRK-Küche sowie einem italienischen Abend mit „Da Vinci“. Zum Kirmesausklang stand ein bunter Kindernachmittag mit Zauberer Maxim Maurice und der Tanzshow La Danse auf dem Programm. Traditionell klang die Kirmes mit zünftiger Blasmusik mit den „Oldies“ aus. Neu in diesem Jahr war erstmals eine Cocktailbar, die an allen Tagen mit besonderen Mischungen für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte und bei allen Gästen gut ankam.

 

Kirmeseröffnung mit zahlreichen Gästen: Auf dem Foto sind neben Bürgermeister Thomas Collmann (6.v.r) und Ortsvorsteher Jürgen Dörholt (Organisationsteamleiter) (4.v.l.) und zwei Vertretern der Schausteller außerdem Burkhard Junker (Technik), Benjamin Kirsch (Programmgestalter), Matthias Puhl, Armin Blum und Helga Wagener (alle vom Organisationsteam) sowie Ehrenortsvorsteher Gustav Brandstätter.