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Feierliche Einsegnung und offizielle Übergabe der neuen Räumlichkeiten

Ambulante Hospiz-und Palliativberatungszentren Caritas Saar Hochwald unter neuem gemeinsamen Dach - Mit einem Festakt, feierlicher Einsegnung und einem „Tag der offenen Tür“ wurden die neuen Räumlichkeiten der Ambulante Hospiz-und Palliativberatungszentren Caritas Saar Hochwald ihrer offiziellen Bestimmung übergeben.

Feierliche Einsegnung und offizielle Übergabe der neuen Räumlichkeiten

Feierlicher Festakt in der „Alten Wäscherei“ mit zahlreichen geladenen offiziellen Gästen sowie hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern der AHPZ Caritas Saar-Hochwald.

 Bereits zum 01.07.2018 sind die ambulanten Hospiz- und Palliativberatungszentren (AHPZ) des Caritasverbandes Saar Hochwald e.V., die Menschen in den beiden Landkreisen Merzig-Wadern und Saarlouis betreuen, in Beckingen, in der Bergstraße 40, direkt beim Rathaus, unter ein gemeinsames neues Dach gezogen. Vorher gab es zwei Standorte, in Haustadt für den Kreis Merzig-Wadern  und in der Stadt Saarlouis für den Kreis Saarlouis. Gefeiert wurde aber nicht nur der Umzug in die neuen Räumlichkeiten, sondern auch das Jubiläum 15 + 1, und damit 16 Jahre ambulante Palliativ- und Hospizarbeit. Das AHPZ Merzig wurde 2002 gegründet und ging damals aus der Stiftung Ambulante Hospizbewegung hervor, die ihrerseits schon 1996 gegründet worden war. Das AHPZ Saarlouis wurde 2003 gegründet. Zusammen stellen sie die ambulante Hospitz- und Palliativversorgung in den beiden Landkreisen Merzig-Wadern und Saarlouis sicher, seit Juli diesen Jahres vom neuen gemeinsamen Standort, dem “Haus auf der Grenze“ in Beckingen, aus

Zum Festakt vormittags in der „Alten Wäscherei“ in Beckingen konnte Caritasdirektor Hermann-Josef Niehren zahlreiche Gäste, darunter in Vertretung der Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Monika Bachmann, den Referatsleiter Guido Fries, die Caritasdirektorin des Diözesan-Caritas-Verbandes Trier, Dr. Birgit Kugel, den zweiten Vorsitzenden  der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland e.V. , Klaus Aurnhammer, die Landrätin des Kreises Merzig-Wadern, Daniela Schlegel-Friedrich, den Bürgermeister der Gemeinde Beckingen, Thomas Collmann sowie Altbürgermeister Erhard Seger, begrüßen. Ganz besonders begrüßte Niehren die Teamleiterin der AHPZ Caritas Saar-Hochwald, Karin Jacobs, die hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die Geistlichkeit, Dechant Bernd Schneider vom Dekanat Merzig, Pfarrer Jörg Winkler von der Evangelischen Kirchengemeinde Merzig sowie Pfarrer Jörg Beckers vom Christlichen Hospiz Kreis Saarlouis. Caritasdirektor Niehren drückte in seinem Grußwort, wie alle Redner der Veranstaltung, seine Freude darüber aus, das man bei der Suche nach einem neuen zentralen Standort für beide Landkreise in Beckingen fündig geworden sei. Sein Dank galt der Ministerin Bachmann für die Unterstützung aus ihrem Hause, dem Altbürgermeister Erhard Seger für die positive Begleitung bei der Standortsuche sowie auch Bürgermeister Thomas Collmann, der ebenfalls weiterhin seine Unterstützung zugesagt hatte. Niehren zog eine positive Resonanz der Arbeit der beiden Ambulanten Hospiz-und Palliativberatungszentren in den vergangenen 16 Jahren in den beiden Landkreisen. „Die beiden AHPZ  sind stark geworden. Sie leisten mit inzwischen 11 hauptamtlichen und rund 200 ehrenamtlichen Mitarbeitern eine schwere Arbeit. Sie haben hier ein neues Zuhause gefunden und ich hoffe, dass das schöne Ambiente dazu beiträgt, dass sie sich hier wohlfühlen“, so Niehren. Er dankte allen für ihre wertvolle Arbeit. Referatsleiter Fries übermittelte die Grüße der Ministerin Bachmann. „Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, unheilbar Kranke und Sterbende in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten. Das ist wahrlich keine einfache Aufgabe, aber eine Aufgabe von immenser Wichtigkeit. Denn durch ihr Engagement wird diesen Menschen ermöglicht, ihre letzten Wochen und Tage in den eigenen vier Wänden, sei es nun zu Hause oder im Pflegeheim, zu verbringen. Oft können die Angehörigen dank ihrer professionellen Hilfe ihren sterbenden Familienmitgliedern den Wunsch erfüllen, möglichst schmerzfrei und würdevoll, aber dennoch zu Hause, zu sterben“, so Fries. Deshalb sei die wundervolle Arbeit, die von den saarländischen Ambulanten Hospiz- und Palliativzentren geleistet werde, ein wahrer Segen. Gerade aufgrund des demographischen Wandels und der zunehmenden Hilfs-und Pflegebedürftigkeit älterer Menschen müsse die Bereitstellung von ausreichenden Versorgungsstrukturen in der ambulanten und stationären Hospiz-und Palliativversorgung sichergestellt werden. Dabei sei das Saarland bei diesem wichtigen Versorgungsangebot vorbildlich aufgestellt. „Seit dem flächendeckenden Ausbau im Jahre 2003 existiert in jedem saarländischen Landkreis ein AHPZ, im Regionalverband Saarbrücken sogar zwei“, erklärte Fries. Gemeinsam habe man also schon viel erreicht. Dennoch sei es Ziel, die Abstimmungen zwischen Hospizen, Palliativversorgern, Krankenhäusern und Pflegeheimen weiterhin zu verbessern damit für den Palliativpatienten ein echtes Wahlrecht zwischen ambulanter und stationärer Versorgung entstehe. Er wies in diesem Zusammenhang auf das Hospitz-und Palliativgesetz als ersten Schritt hin. Fries wünschte den beiden AHPZ Merzig und Saarlouis an ihrem neuen Standort alles Gute und dankte für die tolle Arbeit, die in den vergangenen Jahren geleistet wurde. Landrätin Daniela Schlegel sprach von einer guten und richtigen Entscheidung, sich zusammenzutun unter ein gemeinsames neues Dach. Dabei habe sich die Gemeinde Beckingen und das neue Gebäude in zentraler Lage als idealer Standort zur Versorgung beider Landkreise erwiesen. „Es freut mich, dass sie die Gemeinde Beckingen  im Landkreis Merzig als ihren Standort ausgesucht haben, denn ihre Arbeit ist uns wichtig“, erklärte sie. Die Kombination mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern sei ein gut funktionierendes Konzept. „Sie konnten viele Menschen für sich gewinnen, im Ehrenamt hier tätig zu sein. Es zeigt auch, dass sehr wohl Menschen bereit sind, sich mit großer Wärme einzubringen. Dies ist eine gute, beispielgebende Sache“, betonte die Landrätin. Sie gratulierte ganz herzlich zum Jubiläum und dem neuen gemeinsamen Zentrum. „Ich wünsche Ihnen, dass sie von hier aus noch lange erfolgreich arbeiten können“, sagte sie abschließend. Bürgermeister Thomas Collmann hieß die Mitarbeiterinnen der beiden AHPZ an ihrer neuen Wirkungsstätte in Beckingen herzlich willkommen. Sowohl der neue moderne  Gebäudekomplex in Nähe zum Rathaus und auch, eine solche Einrichtung, von der zwei Landkreise aus versorgt werden können, hier vor Ort zu haben, sei ein Gewinn für die Gemeinde Beckingen, den  Kernort Beckingen und natürlich die Bevölkerung beider Landkreise. Dass die Gemeinde  Beckingen trotz ihrer peripheren Lage  eine Schnittstelle zwischen den beiden Landkreisen sei, sei in diesem Fall ein echter Glücksfall gewesen“, so Collmann. „Ihnen allen wünsche ich für die Zukunft bei der Bewältigung ihres schwierigen Aufgabengebietes ein gutes Händchen und hoffe, dass sie sich in ihrem neuen „Haus an der Grenze“ wohlfühlen. Seien Sie willkommen in Beckingen“, so Collmann. Teamleiterin Karin Jacobs erinnerte daran, dass man 2003 mit einer Halbtagsstelle angefangen habe. „Das zeigt, dass hier viel passiert ist. Es ist eine ganz besondere Arbeit, die hier in den beiden AHPZ geleistet wird. Dafür möchte ich dem ganzen Team, allen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern danken“, so Jacobs, die auf die gute Vernetzung auf allen Ebenen und auf die Wichtigkeit der Öffentlichkeitsarbeit hinwies. So wolle man die neuen Räumlichkeiten auch verstärkt für Angebote an Interessiert, wie  „ Letzte Hilfe Kurse“ nutzen. Moderiert wurde der Festakt von Pastoralreferent Jürgen Burkhardt vom Dekanat Merzig. Für die musikalische Umrahmung sorgten Wolfgang Schnur am Piano und Sängerin Gerdi Michels.

Im Anschluss an den Festakt in der „alten Wäscherei“ wurden die neuen Räumlichkeiten von den vielen Gästen in Augenschein genommen und von der Geistlichkeit eingeweiht .Nach gemeinsamen Liedern und Gebeten nahmen Pfarrer Jörg Beckers vom Christlichen Hospiz Kreis Saarlouis und Dechant Bernd Schneider vom Dekanat Merzig die Segnung vor. Anschließend fand ein „Tag der offenen Tür“ statt, bei dem Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der beiden Ambulanten Hospizdienste interessierten Bürgerinnen und Bürgern ihre Tätigkeiten vorstellten, Fragen beantworteten und für Gespräche bereit waren. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

Foto/Text: Gemeinde Beckingen

 

Festakt in der „Alten Wäscherei“ mit Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, dem Ersten Beigeordneten der Gemeinde Beckingen, Thomas Ackermann, Bürgermeister Thomas Collmann, Guido Fries, Referatsleiter im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel, Caritasdirektor Hermann-Josef Niehren, AHPZ-Teamleiterin Karin Jakobs, Klaus Aurnhammer, zweiter Vorsitzender der LAG Hospiz Saarland, Jürgen Burkhardt, Pastoralreferent Dekanat Merzig sowie weiteren offiziellen Gästen und den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern der beiden AHPZ Caritas Saar-Hochwald. 
Referatsleiter Guido Fries vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, übermittelt die Grüße der Ministerin Monika Bachmann.
Blick auf die Gäste.
Einsegnung der neuen Räumlichkeiten durch Dechant Bernd Schneider.
Mit gemeinsamen Liedern und Gebeten wurden die neuen Räumlichkeiten ihrer offiziellen Bestimmung übergeben. 
Nach dem Festakt wurden die neuen Räumlichkeiten in Augenschein genommen. Auf dem Foto (v.l.n.r.): Dieter Hofmann (Ortsvorsteher von Beckingen), Dr. Birgit Kugel (Caritasdirektorin Diözesan-Caritasverband Trier), Thomas Collmann (Bürgermeister der Gemeinde Beckingen), Caritasdirektor Hermann-Josef Niehren, Jürgen Burkhard (Pastoralreferent Dekanat Merzig), Daniela Schlegel-Friedrich (Landrätin des Kreises Merzig-Wadern), Karin Jacobs (Teamleiterin AHPZ Caritas Hochwald), Dechant Bernd Schneider (Dekanat Merzig), Pfarrer Jörg Beckers (Christliches Hospiz Kreis Saarlouis), Thomas Ackermann (Erster Beigeordneter der Gemeinde Beckingen).